Bundesweite Razzia gegen Hasspostings: Polizei schlägt mit 140 Verfahren zu
Laila BienBundesweite Razzia gegen Hasspostings: Polizei schlägt mit 140 Verfahren zu
Bundesweite Razzia gegen illegale Online-Inhalte: Polizei geht gegen Hass und Hetze im Netz vor
Die deutsche Polizei hat mit einer bundesweiten Großrazzia gegen illegale Inhalte im Internet durchgegriffen. Am 26. Februar 2026 fanden in allen 16 Bundesländern koordinierte Einsätze statt, um strafbare Posts in sozialen Medien zu bekämpfen. Die Behörden wollten damit ein klares Signal setzen: Straftaten im Netz haben reale Konsequenzen.
Die Maßnahmen wurden vom Bundeskriminalamt (BKA) geleitet, das eng mit den lokalen Polizeibehörden zusammenarbeitete, um Hundertfälle zu untersuchen. Ausschlaggebend für viele der Ermittlungen waren Hinweise aus der Bevölkerung.
Die Zentrale Meldestelle für illegale Internetinhalte (ZMI), die beim BKA angesiedelt ist, nahm Meldungen über möglicherweise strafbare Posts entgegen und prüfte diese. Von 342 untersuchten Fällen wurden 128 direkt an die Landesbehörden zur weiteren Verfolgung übergeben. Die Hälfte der Vorfälle ging auf öffentliche Hinweise zurück, die bei der ZMI eingereicht worden waren.
Im Fokus der Ermittlungen standen unter anderem Hasskriminalität, die Verwendung verbotener Symbole sowie die Verherrlichung von Straftaten. Verdächtige wurden entweder zur Vernehmung vorgeladen oder von der örtlichen Polizei aufgesucht. In einigen Fällen durchsuchten Beamte Wohnungen und sicherten Beweismaterial von Smartphones.
Rund 140 laufende Verfahren befassen sich mit allen Formen politisch motivierter Kriminalität, darunter rechtsextreme und linksextreme Straftaten, religiöser Extremismus sowie ausländische ideologische Einflüsse. Besonders betroffen waren die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.
Die Behörden rufen die Bevölkerung weiterhin dazu auf, illegale Inhalte zu melden. Möglich ist dies über die Kontaktaufnahme mit der örtlichen Polizei, durch das Melden von Posts auf den sozialen Plattformen selbst oder über spezielle Meldesysteme wie "REspect!" und die Landesmedienanstalten.
Die Razzia führte zu zahlreichen Ermittlungsverfahren und der Beschlagnahmung von Beweismaterial. Die Polizei betont, dass Straftaten im Netz schwerwiegende rechtliche Folgen haben können. Öffentliche Hinweise bleiben ein zentrales Instrument, um illegale Inhalte aufzuspüren und zu stoppen.