DAX kämpft mit Verlusten – Handelskonflikte und schwache Prognosen belasten den Markt
Raphaela HermighausenDAX kämpft mit Verlusten – Handelskonflikte und schwache Prognosen belasten den Markt
Deutsche Aktien zeigen gemischtes Bild – DAX kämpft um verlorenes Terrain
Am Dienstag präsentierten sich die deutschen Aktien uneinheitlich, während der DAX versuchte, seine Verluste auszugleichen. Gegen Mittag pendelte der Index bei rund 24.975 Punkten – ein leichter Rückgang gegenüber dem Schlusskurs vom Montag. Anleger blieben angesichts von Handelskonflikten und enttäuschenden Unternehmensprognosen vorsichtig.
Auch der Euro geriet unter Druck und gab auf 1,1783 US-Dollar nach, während der Dollar auf 0,8487 Euro zulegte.
Bis zum Mittag konnte der DAX einen Teil seiner Verluste wieder aufholen und bewegte sich in Richtung der Montagsstände. Dennoch notierten 22 der 40 gelisteten Unternehmen weiterhin im Plus. Dennoch blieb die Anlegerstimmung gedämpft – verursacht durch anhaltende Handelsstreitigkeiten und schwache Quartalsberichte.
Die Aktien von MTU Aero Engines und Fresenius Medical Care fielen, nachdem beide Konzerne ihre Jahresprognosen nach unten korrigiert hatten. MTU führte dabei steigende Kosten an, die die Margen belasteten und den freien Cashflow schmälerten. Dagegen entwickelten sich Versorger- und Automobilwerte positiv, ebenso wie Rückversicherungsaktien, die gefragt blieben.
Die Marktunsicherheit nahm zu, da sich die Handelskonflikte zwischen den USA und der EU verschärften. Seit der Amtseinführung von Präsident Trump im Januar 2025 wurden die Zölle auf nahezu alle EU-Waren auf 15 Prozent angehoben. Die deutschen Exporte in die USA sanken in den ersten drei Quartalen 2025 um fast 8 Prozent, während das US-Handelsdefizit mit 901,5 Milliarden Dollar hoch blieb. Das EU-Parlament verschob als Reaktion auf die unberechenbare US-Politik – darunter neue Zölle nach einer Niederlage vor dem Supreme Court – ein geplantes Handelsabkommen.
Neben den Handelskonflikten belasteten geopolitische Risiken im Nahen Osten sowie Herausforderungen in der Softwarebranche – insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz – die Marktstimmung. Anleger setzten ihre Verkäufe fort, besorgt über anhaltende Streitigkeiten und schwache Unternehmenszahlen.
Der DAX schloss bei etwa 24.975 Punkten und verbuchte damit ein Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Handelskonflikte und Unternehmensrückschläge hielten den Markt weiter unter Druck. Analysten rechnen mit anhaltender Volatilität, solange die US-EU-Verhandlungen stocken und die wirtschaftlichen Risiken bestehen.