Dramatischer Unterrichtsausfall an Thüringer Schulen: Bis zu 26 Prozent gestrichen
Anton BlochDramatischer Unterrichtsausfall an Thüringer Schulen: Bis zu 26 Prozent gestrichen
Ausfall von Unterricht an weiterführenden Schulen im Zuständigkeitsbereich der Staatlichen Schulämter Westthüringen stark angestiegen
Die Thüringer Landesregierung hat bestätigt, dass es an den weiterführenden Schulen unter der Trägerschaft des Staatlichen Schulamts Westthüringen zu einer dramatischen Zunahme von Unterrichtsausfällen gekommen ist. An einigen Einrichtungen wurden mehr als ein Viertel aller Stunden gestrichen. Der lokale CDU-Politiker Martin Henkel kritisierte die Situation scharf und forderte dringende Reformen.
Besonders betroffen ist die Staatliche Regelschule Dermbach, wo mit 25,7 Prozent die höchste Ausfallquote verzeichnet wurde. Knapp dahinter folgt die Erste Gemeindeschule Bad Salzungen mit 24,2 Prozent gestrichenem Unterricht im Frühjahrshalbjahr. Auch die Regelschule Geisa hatte mit erheblichen Einschränkungen zu kämpfen: Hier fielen 21,2 Prozent der Stunden ersatzlos aus.
An der Regelschule Geisa waren vor allem die Fächer Englisch, Mathematik und Sport betroffen. Die meisten ausgefallenen Stunden wurden nicht nachgeholt, sodass den Schülerinnen und Schülern wichtige Lernzeit verloren ging und der Druck auf das verbleibende Personal weiter stieg.
Die Landesregierung hat das Problem eingeräumt und Gegenmaßnahmen eingeleitet, darunter eine verbesserte Personalgewinnung und die vorübergehende Einstellung von Lehrkräften, um den Mangel zu bekämpfen. Martin Henkel (CDU) bezeichnete die Lage als „inakzeptabel“ und verlangte von der Schulbehörde, noch vor Beginn des neuen Schuljahres konsequente Schritte einzuleiten.
Das Staatliche Schulamt Westthüringen steht unter Druck, die Ausfälle zu reduzieren und die Bedingungen zu verbessern. Ohne wirksame Lösungen werden Schülerinnen und Schüler weiterhin wichtigen Unterricht verpassen. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung zielen darauf ab, die Personalsituation zu stabilisieren und weitere Störungen zu minimieren.






