Drei hessische Städte zeigen Flagge für Demokratie und Toleranz
Raphaela HermighausenDrei hessische Städte zeigen Flagge für Demokratie und Toleranz
Drei benachbarte Städte in Hessen haben sich am 16. März zusammengeschlossen, um für Demokratie, Offenheit und Toleranz einzustehen. Rund 400 Menschen versammelten sich auf dem Marktplatz von Seligenstadt zu einer gemeinsamen Kundgebung – der ersten dieser Art in der Region seit zwei Jahren. Reden, Musik und Aufrufe zur Einheit prägten die Veranstaltung als Zeichen der Solidarität gegen Extremismus und Spaltung.
An der Kundgebung beteiligten sich Bürgerinnen und Bürger aus Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen. Bürgermeister Dr. Daniell Bastian eröffnete die Veranstaltung und betonte die Notwendigkeit, demokratische Werte aktiv im Alltag zu verteidigen. Er rief dazu auf, diese Prinzipien sowohl öffentlich als auch privat zu vertreten.
Auch Hessens Innenminister, Prof. Dr. Peter Beuth, sprach und warnte vor der wachsenden Gefahr durch extremistische Strömungen. Er trug sich in das Goldene Buch der Stadt Seligenstadt ein und mahnte zu ständiger Wachsamkeit, um die Demokratie zu schützen. Die Aktivistin Johanna Wurzel folgte und lobte Seligenstadt als Vorbild für die Unterstützung von Geflüchteten, den Aufbau globaler Verbindungen und die Hilfe für Bedürftige. Sie forderte die Anwesenden auf, Intoleranz abzulehnen und geschlossen zusammenzustehen.
Den Abschluss der Veranstaltung bildeten Live-Auftritte von Elke Hüfner, Johannes Wallbaum und Salar Baygan. Sie spielten Lieder von U2, John Lennon und Herbert Grönemeyer und verleihen der Kundgebung damit einen nachdenklichen und hoffnungsvollen Klang.
Die Kundgebung unterstrich das Engagement Seligenstadts für demokratische Werte und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft. Da in Hessens Städten seit zwei Jahren keine vergleichbaren Veranstaltungen stattgefunden hatten, setzte diese Zusammenkunft ein Beispiel. Organisatoren und Teilnehmer verließen den Platz mit dem gemeinsamen Willen, sich weiterhin für Offenheit und Toleranz in der Region einzusetzen.






