Equal Pay Day 2024: Warum Frauen bis Februar umsonst arbeiten müssen
Raphaela HermighausenEqual Pay Day 2024: Warum Frauen bis Februar umsonst arbeiten müssen
Equal Pay Day findet in diesem Jahr am Freitag, den 27. Februar, statt. Das Datum markiert den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen in der Bundesliga der Frauen arbeiten müssen, um dasselbe Verdienst zu erreichen, das Männer bereits bis zum 31. Dezember erwirtschaftet haben. Bundesweit werden an diesem Tag Veranstaltungen auf die anhaltende Lohnungleichheit und die finanziellen Herausforderungen von Frauen im Berufsleben aufmerksam machen.
2024 verdienten vollzeitbeschäftigte Frauen in Deutschland im Schnitt 17,2 Prozent weniger als Männer. Seit 2019 hat sich diese Lücke um 3,2 Prozentpunkte verringert – unter anderem wegen der Erhöhung des Mindestlohns, von der Frauen stärker profitierten als Männer. Dennoch liegen die Stundenlöhne von Frauen weiterhin um 4,10 Euro unter denen ihrer männlichen Kollegen.
Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, richtet die Stadt Marburg am Equal Pay Day von 13 bis 15 Uhr einen Informationsstand in der Marktgasse ein. Stadträtin Kirsten Dinnebier wird gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener städtischer Ämter und Organisationen vor Ort sein. Der Stand bietet Informationen zu Chancengleichheit am Arbeitsplatz, Karrierewegen, Rentenfragen und der finanziellen Zukunft von Frauen.
Im Fokus stehen dabei nicht nur die Lohnunterschiede, sondern auch die langfristige finanzielle Absicherung. Diskutiert werden unter anderem Einkommensdisparitäten, die Rentenlücke und Strategien, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu stärken.
Durch den Gender Pay Gap arbeiten Frauen effektiv bis zum 27. Februar eines jeden Jahres unentgeltlich. Die Marburger Initiative ist Teil übergeordneter Bemühungen, diese Kluft zu schließen und faire finanzielle Perspektiven zu schaffen. Die Veranstalter hoffen, dass der Aktionstag Impulse für mehr Lohngerechtigkeit und bessere Karrierechancen von Frauen in der Bundesagentur für Arbeit setzt.