15 April 2026, 06:38

Fatma Deniz übernimmt TU Berlin in der größten Krise ihrer Geschichte

Eine Gruppe von Schülern marschiert in Berlin, hält ein buntes 'Students for Future'-Schild gegen eine Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Fatma Deniz übernimmt TU Berlin in der größten Krise ihrer Geschichte

Fatma Deniz wird am 1. April 2023 neue Präsidentin der Technischen Universität (TU) Berlin. Die 43-jährige Informatikerin hat an der Hochschule bereits zentrale Positionen innegehabt, darunter seit 2024 als Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Ihre Ernennung erfolgt zu einer Zeit, in der die Einrichtung vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen steht.

Die in München geborene Deniz studierte Informatik an der TU München und promovierte 2008. Sie forschte am Bernstein Center for Computational Neuroscience und an der TU Berlin, bevor sie für Lehr- und Forschungstätigkeiten nach Kalifornien ging. Seit 2023 ist sie Professorin für Informatik an der TU Berlin.

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Aktuell kämpft die TU Berlin mit einem Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro, der viele Gebäude in schlechtem Zustand zurücklässt. Zudem muss die Universität bis Ende 2028 ihr Budget um 65 Millionen Euro – 15 Prozent des Gesamtetats – kürzen. Mit rund 34.000 Studierenden im Oktober 2022 steht die Hochschule unter Druck, diese Probleme zu lösen, ohne den Lehrbetrieb zu beeinträchtigen.

Deniz plant, das interne Fachwissen der Universität zu nutzen, um die Sanierungen zu beschleunigen. Ihre Erfahrung in Digitalisierung und Nachhaltigkeit könnte eine Schlüsselrolle dabei spielen, sowohl die Haushaltskürzungen als auch die Infrastrukturprobleme zu bewältigen.

Deniz übernimmt die Führung der TU Berlin in einer kritischen Phase. Die Universität muss tiefgreifende Budgetkürzungen mit dringenden Sanierungsbedarfen in Einklang bringen. Ihr Hintergrund in Technik und Verwaltung wird voraussichtlich prägen, wie diese Herausforderungen in den kommenden Jahren angegangen werden.

Quelle