Finanzmärkte zwischen Optimismus und Zurückhaltung: Dax steigt, Ölpreise fallen leicht
Anton BlochFinanzmärkte zwischen Optimismus und Zurückhaltung: Dax steigt, Ölpreise fallen leicht
Die Finanzmärkte zeigten am Donnerstag gemischte Entwicklungen, während Anleger neue Wirtschaftsdaten verarbeiteten. Die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA stiegen im Mai deutlich an, während die Ölpreise leicht nachgaben. Auch Devisen- und Aktienmärkte spiegelten eine vorsichtige Optimismus wider.
Der Dax eröffnete mit einem Plus und legte bis 9:30 Uhr deutscher Zeit um 0,3 % auf etwa 24.825 Punkte zu. Dies folgte auf das Interesse der Anleger an bevorstehenden US-Wirtschaftsdaten, darunter das überarbeitete BIP-Wachstum für das zweite Quartal und die Auftragseingänge für langlebige Güter.
Die Bestellungen für langlebige Güter waren im Mai um fast 8 % gestiegen, vor allem getrieben durch eine Zunahme der Aufträge bei Boeing. Analysten erwarten jedoch für Juni eine Korrektur. Gleichzeitig dürfte der Kern-PCE-Index, ein wichtiger Inflationsindikator für die US-Notenbank, im Mai angestiegen sein, was die Aussichten auf die von US-Präsident Trump angestrebten Zinssenkungen verringert.
Die Ölpreise gaben leicht nach: Nordsee-Brent-Rohöl notierte um 9 Uhr bei 72,93 Dollar pro Barrel – ein Rückgang um 81 Cent oder 1,1 % gegenüber dem vorherigen Schlusskurs. Auch der Euro schwächte sich leicht gegenüber dem Dollar ab und kostete 1,1353 Dollar, während ein Dollar 0,8808 Euro erzielte.
Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe blieben auf historisch niedrigem Niveau. Marktteilnehmer beobachteten die privaten Konsumausgaben und Einkommensdaten genau, um weitere wirtschaftliche Signale zu erhalten.
Die Marktaktivitäten des Tages zeigten eine Mischung aus Stärke im verarbeitenden Gewerbe und Zurückhaltung bei Rohstoffen. Anleger bleiben auf Inflationsdaten und deren mögliche Auswirkungen auf die Geldpolitik fokussiert. Europäische Aktien verzeichneten trotz der Unsicherheit moderate Gewinne.
