Frankfurter Flughafen plant 560.000 Starts bis 2033 – mit weniger Lärm für Anwohner
Anton BlochFrankfurter Flughafen plant 560.000 Starts bis 2033 – mit weniger Lärm für Anwohner
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat einen neuen Betriebsplan für den Flughafen Frankfurt geprüft. Das Konzept zielt darauf ab, bis 2033 rund 560.000 Flugbewegungen zu bewältigen und gleichzeitig die Lärmbelastung für die umliegenden Gemeinden zu verringern.
Der aktualisierte Plan führt ein freiwilliges Lärmschutzpaket ein, das erweiterte Schallschutzmaßnahmen sowie Anreize für leisere Flugzeuge umfasst. Ein zentrales Element ist eine morgendliche Lärmpause: Abflugrouten in nordwestlicher Richtung bleiben vor 6 Uhr ungenutzt.
Das Konzept sieht zudem vor, je nach Verkehrsaufkommen zwischen nordwestlichen Starts und südlichen Anflügen zu wechseln. Diese Anpassung soll den Lärm gleichmäßiger auf die betroffenen Gebiete verteilen. Laut Bewertung des Landes bleibt die Lärmbelastung mit dem aktuellen Rahmen vergleichbar.
Nach dem neuen System werden Städte wie Wiesbaden und Mainz keine spürbare Zunahme des Lärms erleben und bleiben außerhalb der ausgewiesenen Lärmschutzbereiche. Gemeinden wie Nauheim und Rüsselsheim können dagegen mit einer Verringerung des Lärms rechnen, während in Flörsheim und Eddersheim höhere Belastungen möglich sind.
Das Land Hessen wird die Umsetzung eng begleiten und sicherstellen, dass die Maßnahmen wie vorgesehen umgesetzt werden. Der überarbeitete Betriebskonzept setzt auf eine Balance zwischen Flugbetriebseffizienz und Lärmminderung. Bis 2033 soll damit das wachsende Verkehrsaufkommen bewältigt werden, während gezielt Entlastung für einige Gemeinden geschaffen wird. Das Land wird die langfristigen Auswirkungen weiterhin überwachen.






