04 May 2026, 06:24

Frauen dominieren Apotheken – doch Lohnlücke und Karriereknick bleiben ungelöst

Drei Frauen in einer Apotheke, die sich bei Regalen mit Flaschen und Schachteln unterhalten, mit Kartons und einer Wand im Hintergrund.

Frauen dominieren Apotheken – doch Lohnlücke und Karriereknick bleiben ungelöst

Frauen stellen fast 90 Prozent der Apothekenbelegschaft in Deutschland – doch Lohnungleichheit und Karrierehürden bleiben

Zum Internationalen Frauentag weist Adexa, der Verband der Apothekenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, auf die dringende Notwendigkeit hin, die Leistungen von Frauen in Apotheken besser anzuerkennen und ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.

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2024 arbeiten bundesweit rund 162.000 Menschen in öffentlichen Apotheken – 89,2 Prozent davon sind Frauen. Sie prägen alle Bereiche: von approbierten Apothekerinnen (74,1 Prozent) über Auszubildende (74,8 Prozent) bis hin zu Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen (96,6 Prozent) und Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (97,5 Prozent).

Adexa betont, dass Frauen das Rückgrat der Apothekenversorgung bilden: Sie garantieren fachkundige Beratung und eine zuverlässige Arzneimittelversorgung für Patientinnen und Patienten. Dennoch klafft in Deutschland weiterhin eine Lohnlücke von 16 Prozent – Frauen verdienen im Schnitt 4,10 Euro weniger pro Stunde als Männer bei vergleichbarer Tätigkeit.

Doch die Benachteiligung endet nicht beim Gehalt: Frauen übernehmen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit – zwei Drittel der Kinderbetreuung, mehr Hausarbeit und den Löwenanteil der Pflege von Angehörigen. Diese Mehrfachbelastung schränkt oft berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und finanzielle Unabhängigkeit ein. Tanja Kratt, Mitglied im Adexa-Bundesvorstand, fordert, strukturelle Diskriminierung abzubauen, um die Leistungen von Frauen angemessen zu würdigen.

Um Fachkräfte zu halten, setzt sich Adexa für bessere Rahmenbedingungen ein – darunter flexiblere Arbeitszeiten, die Beruf und Privatleben vereinbarer machen.

Der Aufruf zum Handeln kommt zu einer Zeit, in der die Apothekenbranche in Deutschland mehr denn je auf Frauen angewiesen ist – während Lohnungleichheit und unbezahlte Sorgearbeit sie weiterhin benachteiligen. Adexas Forderungen zielen auf gerechtere Anerkennung, verbesserte Arbeitsbedingungen und systemische Reformen, die Frauen im Beruf nachhaltig stärken.

Quelle