Gedenken an Walter Lübcke: Tausende zeigen Solidarität mit der Demokratie
Frieder LachmannGedenken an Walter Lübcke: Tausende zeigen Solidarität mit der Demokratie
Tausende Bürger sind in ganz Deutschland auf die Straße gegangen, um an Walter Lübcke zu erinnern, einen CDU-Politiker, der von einem rechtsextremen Attentäter ermordet wurde. An den Kundgebungen beteiligten sich Menschen unterschiedlicher politischer Herkunft – ein Zeichen für die breite Unterstützung der Demokratie in der Gesellschaft.
Nach der Ermordung Lübckes bekräftigten CDU und CSU ihre Entscheidung aus dem Jahr 2018, eine klare „Brandmauer“ gegen die rechtspopulistische AfD aufrechtzuerhalten. Diese Haltung schließt jede Zusammenarbeit mit der Partei aus.
Friedrich Merz besuchte kürzlich die CDU-Bundesgeschäftsstelle, während die interne Debatte über diesen Kurs weitergeht. Bei seinem Besuch kritisierte er Demonstranten vor dem Gebäude und warf ihnen vor, warum sie nicht bereits nach Lübckes Tod auf die Straße gegangen seien.
Irmgard Braun-Lübcke, die Witwe Walter Lübckes, reagierte auf Merz’ Äußerungen. Sie erklärte, seine Worte hätten sie „zutiefst verstört“. Gleichzeitig betonte sie die große Solidarität, die nach dem Tod ihres Mannes für die Demokratie gezeigt worden sei.
Der CDU-Bundesvorstand hat seine Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD erneut bekräftigt. Merz’ Kritik hat vor allem bei Lübckes Witwe scharfe Reaktionen ausgelöst. Die innerparteiliche Diskussion über den Umgang mit dem Rechtsextremismus hält derweil an.






