Giftiger Pestizid-Fund: Dringender Rückruf von Bockshornklee in 13 Bundesländern
Laila BienRückruf: Pestizid in Korianderblättern gefunden - Giftiger Pestizid-Fund: Dringender Rückruf von Bockshornklee in 13 Bundesländern
Eine Charge getrockneter Bockshornkleeblätter wurde in ganz Deutschland dringend zurückgerufen, nachdem Tests eine Belastung mit einem verbotenen Pestizid nachgewiesen hatten. Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich um die Marke "MDH Peacook Kasoori Methi", die den Wirkstoff Chlorpyrifos enthält – einen Stoff, der in der EU seit 2020 wegen gesundheitlicher Risiken verboten ist.
Von der Rückrufaktion betroffen sind 100-Gramm-Packungen mit den Chargennummern LOT Nr. 314, 315 und 316, die alle ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 30. November 2026 tragen. Der Händler Global Foods Trading GmbH bestätigte die Verunreinigung und zog das Produkt in 13 Bundesländern aus dem Verkehr: Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Deutsche Behörden nutzen Plattformen wie lebensmittelwarnung.de – betrieben vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit – um die Bevölkerung zu warnen. Eine kostenlose Mobile-App informiert zudem in Echtzeit über Rückrufe, wobei die Benachrichtigungen nach Region oder Produktart gefiltert werden können. Gleichzeitig kontrollieren lokale Lebensmittelüberwachungsbehörden Geschäfte, um sicherzustellen, dass die belasteten Bockshornkleeblätter vollständig aus dem Sortiment entfernt werden.
Chlorpyrifos wurde vor vier Jahren in der EU verboten, nachdem Studien auf mögliche neurologische Schäden – insbesondere bei Kindern – hindeuteten. Der Nachweis des Pestizids in Lebensmitteln verstößt gegen strenge Sicherheitsvorschriften.
Verbraucher, die die zurückgerufenen Bockshornkleeblätter gekauft haben, werden aufgefordert, diese umgehend nicht mehr zu verwenden. Das Produkt sollte entweder zurückgegeben oder sicher entsorgt werden. Die Behörden überwachen die Lage weiterhin, um eine weitere Verbreitung belasteter Chargen zu verhindern.