27 March 2026, 14:33

Glasfaserausbau: Offene Netze revolutionieren Deutschlands Internet-Zukunft

Plakat, das das Affordable Connectivity Program bewirbt, mit dem Text "Über 15 Millionen Haushalte eingeschrieben, um bei High-Speed-Internet zu sparen" und einem Logo.

Glasfaserausbau: Offene Netze revolutionieren Deutschlands Internet-Zukunft

Offene Netze gewinnen in Deutschlands Glasfaserausbau an Fahrt

Im deutschen Glasfasersektor setzt sich das Prinzip des offenen Netzzugangs zunehmend durch, da immer mehr Unternehmen auf gemeinsame Infrastruktur setzen. Aktuelle Vereinbarungen und regulatorische Initiativen zeigen einen Wandel hin zu mehr Wettbewerb und Kompatibilität. Doch die Diskussionen darüber, wie neue Vorschriften die Investitionen in Hochgeschwindigkeitsnetze beeinflussen könnten, halten an.

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So hat Deutsche GigaNetz kürzlich Kooperationen mit dem schwedischen Internetdiensteanbieter Bahnhof und Westconnect geschlossen, um seine Reichweite auszubauen. Gleichzeitig plant die Stadtwerke Neustadt am Rübenberge, ihr Glasfasernetz bis 2030/2031 nach dem Open-Access-Prinzip für Drittanbieter zu öffnen. Auch Plusnet wird in Kürze eigene Dienste über die Netze von OXG anbieten.

Die Branche hat mit S/PRI eine standardisierte Schnittstelle eingeführt, um die Kompatibilität zwischen verschiedenen Glasfasernetzen zu verbessern. Damit sollen Anbindungen für Anbieter und Kunden vereinfacht werden. Gleichzeitig erwarten bereits 83 Prozent der Kunden von 1&1 Versatel, zwischen mehreren Anbietern wählen zu können.

Auch auf regulatorischer Ebene wird das Thema heiß diskutiert: Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der verpflichtende Verhandlungen über den Zugang zu Glasfasernetzen vorschreibt. Netzbetreiber warnen jedoch, dass strengere Regeln künftige Investitionen in die Infrastruktur gefährden könnten.

Erste Beispiele für offenen Netzzugang gibt es in Deutschland bereits: In Schleswig-Holstein haben viele ländliche Gemeinden frühzeitig eigene Netze aufgebaut oder mit Betreibern kooperiert. Auch in München besteht eine Zusammenarbeit zwischen Deutsche Telekom, M-net und den Stadtwerken – Kritiker bemängeln jedoch, dass es sich dabei nicht um eine vollständige Öffnung handelt. Mit fast 300 Anbietern, die bundesweit Glasfaser ausrollen, verändert der Trend zu geteilter Infrastruktur den Markt nachhaltig.

Der Wandel hin zu offenen Netzen prägt die Zukunft der Glasfaserversorgung in Deutschland. Neue Partnerschaften, standardisierte Schnittstellen und regulatorische Vorhaben deuten auf einen wettbewerbsintensiveren Markt hin. Dennoch bleibt die Frage, wie sich Zugangsregeln mit dem Bedarf an weiteren Investitionen in den Ausbau in Einklang bringen lassen.

Quelle