Großübung im Griesheim-Industriepark: Frankfurt testet Katastrophenschutz unter Realbedingungen
Anton BlochLärm durch Übung der Katastrophenschutztruppe in Frankfurt - Großübung im Griesheim-Industriepark: Frankfurt testet Katastrophenschutz unter Realbedingungen
Großübung für den Katastrophenfall im ehemaligen Industriepark Griesheim
Vom 20. bis 22. März findet im ehemaligen Griesheim-Industriepark in Frankfurt eine großangelegte Katastrophenschutzübung statt. Beteiligt sind acht Organisationen, darunter die Bundeswehr, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Technische Hilfswerk (THW). Anwohner in der Umgebung müssen mit Lärmbelästigung und Verkehrsbehinderungen während des Wochenendeinsatzes rechnen.
Die Übung läuft von Freitag, 14 Uhr, bis Sonntag, 14 Uhr. Zwei Hubschrauber der Bundeswehr werden im Rahmen der Simulation eingesetzt, was zu erhöhten Geräuschemissionen beitragen wird. Es handelt sich um die erste großflächige Zivilschutzübung dieser Art in einem alten Industriegebiet seit einer ähnlichen Veranstaltung in Berlin-Tempelhof im Jahr 2023.
Die Behörden haben eine kostenlose Hotline (0800-8620730) für Anwohner eingerichtet, die Fragen oder Bedenken zu den militärischen Flugaktivitäten haben. Die Leitung ist während der gesamten Übungsdauer erreichbar. Zudem wird es vermehrt Einsatzfahrzeuge im Gebiet geben, was zu einem höheren Verkehrsaufkommen führt.
In den vergangenen fünf Jahren hat kein anderes Bundesland oder keine andere Kommune eine vergleichbare Übung durchgeführt. Die Frankfurter Simulation stellt damit ein seltenes Ereignis in der jüngeren Geschichte des Zivilschutzes dar.
Im Mittelpunkt der Übung steht die Abstimmung zwischen militärischen und zivilen Rettungskräften. Anwohner in der Nähe des Griesheim-Geländes können Probleme melden oder sich über die eingerichtete Hotline informieren. Die Übung endet am Sonntag, den 22. März, um 14 Uhr.






