04 March 2026, 16:44

Hanauer Iftar-Essen verbindet Kulturen und stärkt den sozialen Zusammenhalt

Eine Gruppe von Menschen sitzt um einen Tisch mit Tellern, Gläsern, Flaschen und Besteck, mit Vorhängen im Hintergrund.

Hanauer Iftar-Essen verbindet Kulturen und stärkt den sozialen Zusammenhalt

Ausrichter des Hanauer Ausländerbeirats lädt zum traditionellen Iftar-Essen ein

Gestern Abend veranstaltete der Ausländerbeirat Hanau sein jährliches Iftar-Essen im Wolfgang-Gemeindezentrum. Über 150 Gäste aus Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um das Fastenbrechen im Ramadan zu feiern. Die vom Amt für Sozialen Zusammenhalt und Sport mitorganisierte Veranstaltung bot eine Plattform für Austausch und Begegnung.

Den Abend eröffnete Ajdin Talic, Vorsitzender des Ausländerbeirats, mit einer Ansprache. Er betonte die spirituelle Bedeutung des Fastens und rief die Anwesenden dazu auf, an den anstehenden Kommunalwahlen teilzunehmen – als demokratische Pflicht.

Katrin Hechler, Staatssekretärin für Integration in Hessen, kündigte eine Förderung in Höhe von 600.000 Euro für die WIR-Vielfaltszentren an. Die Mittel sollen Projekte zur Integration und Gemeinschaftsstärkung in der Region unterstützen.

Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri bezeichnete das Iftar als Symbol für Solidarität und Respekt. Es sei ein Moment der gemeinsamen Menschlichkeit und des Zusammenhalts, so Bieri.

Imam Mustafa Bozkurt vom Islamischen Verein Hanau leitete das Abendgebet vor dem Essen. Er beschrieb den Ramadan als eine "Zeit der Einkehr" und ein "Moment der Barmherzigkeit" und ermutigte die Gäste, diese Werte im Alltag zu leben.

Der Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig und Gökay Öztürk, türkischer Vizekonsul, sprachen über den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten. Beide betonten die Notwendigkeit von Dialog und Verständigung in angespannten Zeiten.

Stadträtin Isabelle Hemsley verwies auf die zeitliche Überschneidung von Ramadan und christlicher Fastenzeit. Sie hob die gemeinsamen Werte von Besinnung und Verzicht in verschiedenen Religionen hervor.

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mahl, das die Botschaft von Einheit und gegenseitigem Respekt unterstrich.

Das Iftar-Essen brachte Führungskräfte und Bürger:innen zusammen, um Vielfalt und gemeinsame Werte zu feiern. Mit der Zusage von 600.000 Euro für die WIR-Vielfaltszentren setzte die Veranstaltung zudem ein Zeichen für eine stärkere Gemeinschaftsintegration. Die Runde endete mit einem Appell an Hoffnung, fortgesetzten Dialog und bürgerschaftliches Engagement.