Hanaus Kulturikone Margarete Dausien wird 95 – eine Lebensbilanz voller Leidenschaft
Frieder LachmannHanaus Kulturikone Margarete Dausien wird 95 – eine Lebensbilanz voller Leidenschaft
Margarete Dausien, eine prägende Persönlichkeit der Hanauer Kultur- und Geschichtsszene, feiert am 22. Februar 2026 ihren 95. Geburtstag. Mit ihrem lebenslangen Engagement für die Stadt hat sie als Buchhändlerin, Verlegerin und Mäzenin der Künste das lokale Erbe maßgeblich geprägt. Nun übermitteln führende Vertreter Hanaus ihre herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag.
Dausiens Einfluss in Hanau erstreckt sich über Jahrzehnte. Als langjährige Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Historischen Museums Hanau im Schloss Philippsruhe spielte sie eine zentrale Rolle beim Erwerb und der Restaurierung wertvoller Exponate für die Sammlung. Ihre Leidenschaft für die Stadtgeschichte führte sie zudem dazu, lokale Bezüge zu den Brüdern Grimm zu erforschen und zu dokumentieren. Sie trug maßgeblich zur Entwicklung des GrimmWegs bei, gestaltete Informationsmaterialien für die einzelnen Stationen und unterstützte verwandte Projekte wie das Hanauer Stadtarchiv sowie Frauengeschichtsinitiativen im Main-Kinzig-Kreis während der 1980er- und 1990er-Jahre.
Über ihre wissenschaftlichen Verdienste hinaus bereicherte Dausien mit ihren persönlichen Netzwerken das kulturelle Leben Hanaus. Sie setzte sich besonders für den Märchenweg ein, darunter die Skulptur Tischlein deck dich an der Salzstraße, die dank ihres Engagements zu einem beliebten Wahrzeichen wurde. Für ihr Wirken wurde sie als wahre citoyenne gewürdigt – eine Persönlichkeit, die sich gleichermaßen in Politik und Kultur engagiert.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky und die Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck übermittelten ihre Glückwünsche und hoben ihre nachhaltige Wirkung hervor. Im Namen der gesamten Stadt wünschten sie ihr weiterhin Gesundheit, Lebensfreude und Tatendrang.
Margarete Dausiens Vermächtnis in Hanau ist geprägt von Fachkompetenz, kultureller Begeisterung und Gemeinschaftssinn. Ihr Schaffen hat das städtische Erbe bereichert und hinterlässt sichtbare Spuren in Museen, auf historischen Pfaden und in Archiven. Anlässlich ihres 95. Geburtstags bleiben ihre Verdienste ein unverzichtbarer Teil der Hanauer Identität.