Hanaus Schulcampus bekommt neuen Namen und 33-Millionen-Erweiterung bis 2028
Anton BlochHanaus Schulcampus bekommt neuen Namen und 33-Millionen-Erweiterung bis 2028
Hanaus Schulcampus Hessen-Homburg steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Mit einer 33-Millionen-Euro-Erweiterung entsteht eine neue kooperative Gesamtschule mit Oberstufe, die künftig über neun Jahrgangsstufen verfügen wird. Parallel zu den Bauarbeiten startet die Stadt ein Verfahren zur Umbenennung der Schule – ein Schritt, der die historischen militärischen Bezüge hinter sich lassen soll.
Der aktuelle Name Schulzentrum Hessen-Homburg geht auf Georg Christian von Hessen-Homburg zurück, einen Söldnerführer des 17. Jahrhunderts. Später wurde die Bezeichnung für die Kaserne des Eisenbahnregiments Nr. 3 in Hanau während der nationalsozialistischen Aufrüstung genutzt. Kritiker monieren, dass diese militärischen Verknüpfungen andere lokale Bezüge überlagern – ein Grund, warum nun eine Neuausrichtung angestrebt wird.
Breite Beteiligung bei der Namensfindung An dem Prozess wirken Schüler:innen, Schulpersonal und die Öffentlichkeit mit. Ein Gremium – bestehend aus Schulleitung, Schülervertretungen, dem Staatlichen Schulamt und der Schuldezernentin – wird die eingereichten Vorschläge prüfen. Eine Vorauswahl geht anschließend an den Bezirksbeirat Lamboy/Tümpelgarten, der eine Empfehlung aussprechen wird. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat.
Neubau soll 2028 fertiggestellt werden Das neue viergeschossige Schulgebäude mit 8.170 Quadratmetern Fläche wird voraussichtlich Anfang 2028 bezugsfertig sein. Es bietet Platz für 45 Klassenräume, Fachräume sowie eine multifunktionale Mensa, die auch als Versammlungsraum genutzt werden kann. Das Projekt soll die langfristige pädagogische und bauliche Entwicklung der Schule sichern.
Ein Name für die Zukunft Der neue Name soll die modernen Werte und das Lehrkonzept der Schule widerspiegeln. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon eine Stärkung der Identifikation bei Schüler:innen und Lehrkräften.
Mehr als nur ein Umbau Die Erweiterung und Umbenennung markieren einen Epochenwechsel für die Bildungseinrichtung. Nach Abschluss der Arbeiten wartet der Campus mit verbesserten Räumlichkeiten und einer neuen Identität auf. Die Stadt erwartet, dass die Veränderungen sowohl die Bildungsqualität als auch den Zusammenhalt im Stadtteil nachhaltig fördern werden.