Hessen 2040: Wo die Bevölkerung wächst und wo sie schrumpft
Die Bevölkerung Hessens wird in den nächsten zwei Jahrzehnten voraussichtlich um 1,7 Prozent wachsen und bis 2040 auf etwa 6,4 Millionen Menschen steigen. Doch die Veränderungen werden nicht gleichmäßig verlaufen: Während einige Regionen boomen, werden andere deutlich schrumpfen. Die Unterschiede reichen von einem Plus von 8,6 Prozent im Kreis Groß-Gerau bis zu einem Rückgang von 7,9 Prozent im Landkreis Gießen.
Bis 2040 werden 15 der 26 hessischen Landkreise und kreisfreien Städte ein Bevölkerungswachstum verzeichnen, während in 11 Regionen ein Rückgang erwartet wird. Zu den Gewinnerregionen zählen der Wetteraukreis, der Kreis Darmstadt-Dieburg und der Kreis Offenbach am Main, die jeweils mit einem Anstieg von etwa fünf Prozent rechnen. Auch Darmstadt und Frankfurt am Main werden wachsen, wenn auch weniger stark.
Dagegen wird die Landeshauptstadt Wiesbaden zusammen mit drei weiteren Kreisen Einwohner verlieren. Den stärksten Rückgang wird Gießen verzeichnen, wo die Bevölkerungszahl um 7,9 Prozent sinken könnte. Gleichzeitig führt Groß-Gerau die Wachstumsstatistik mit einem Plus von 8,6 Prozent an.
Auch die Alterung der Bevölkerung wird die Region prägen. Bis 2040 wird fast ein Drittel (27 Prozent) der Hessinnen und Hessen 65 Jahre oder älter sein – das entspricht einem Anstieg um knapp 400.000 Menschen. Gleichzeitig wird die erwerbsfähige Bevölkerung voraussichtlich um zehn Prozent schrumpfen und auf etwa 3,1 Millionen sinken. Zudem wird in 18 der 22 Landkreise das Durchschnittsalter im Vergleich zu 2020 um mehr als drei Jahre steigen.
Die Prognosen zeichnen ein gespaltenes Bild der Zukunft Hessens: Während einige Regionen wachsen, schrumpfen andere. Die alternde Bevölkerung und die schrumpfende Erwerbsbevölkerung werden die lokale Planung vor Herausforderungen stellen. Die Behörden müssen sich sowohl auf das Wachstum in Gebieten wie Groß-Gerau als auch auf den Rückgang in Regionen wie Gießen einstellen.






