Hessen wählt: Merz bleibt hart in der Russland-Politik vor Kommunalwahlen
Raphaela HermighausenMerz: 'Diplomatie mit Russland derzeit hoffnungslos' - Hessen wählt: Merz bleibt hart in der Russland-Politik vor Kommunalwahlen
Landtags- und Kommunalwahlen in Hessen: Am 17. März entscheiden 4,7 Millionen Wähler
Am 17. März finden in Hessen die Kommunalwahlen statt, bei denen fast 4,7 Millionen Wahlberechtigte die Vertreter für 21 Kreistage und 421 Stadt- und Gemeinderäte bestimmen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein haben die heiße Phase des Wahlkampfs eingeläutet. Gleichzeitig bekräftigte Merz seine Haltung zu Russland und schloss Verhandlungen aus, solange nicht zuvor ein Waffenstillstand vereinbart wird.
Die anstehende Abstimmung wird die Sitzverteilung in den hessischen Landkreisen und kommunalen Gremien festlegen. Mit dem nahenden Wahltermin intensivieren Merz und Rhein ihre Bemühungen, in der entscheidenden Phase des Wahlkampfs noch einmal Wähler für ihre Parteien zu mobilisieren.
Außenpolitisch bleibt Merz hart in der Russland-Frage Merz betrachtet den Ukraine-Krieg als einen Angriff auf die europäische Friedensordnung und nicht nur als Grenzkonflikt. Während die Vorgängerregierung unter Olaf Scholz auf diplomatische Lösungen setzte – einschließlich Sicherheitsgarantien für die Ukraine –, lehnt Merz weitere Verhandlungen derzeit als aussichtslos ab. Er begründet dies mit Putins Handeln, das beweise, dass Diplomatie gegenwärtig keine Wirkung zeige.
Anders als Scholz, der militärische Unterstützung mit direktem Dialog verband, besteht Merz auf einem Waffenstillstand als Voraussetzung für Gespräche. Trotz sinkender Umfragewerte hält seine Regierung an dieser kompromisslosen Linie fest – wenn auch nicht ohne Kritik. Einig sind sich beide Lager jedoch in einem Punkt: Selbst nach einem möglichen Waffenstillstand wird es keine Entsendung deutscher Truppen in die Ukraine geben.
Wahl mit weitreichenden Folgen für Hessen und die Bundespolitik Die Wahlen in Hessen werden die lokale Politik der kommenden Jahre prägen. Auf bundespolitischer Ebene signalisiert Merz' unnachgiebige Haltung zu Russland, dass es vorerst keine Kursänderung in der Ukraine-Politik geben wird. Sowohl das Wahlergebnis als auch die weitere Entwicklung des Krieges dürften die politische Ausrichtung Deutschlands in den nächsten Monaten maßgeblich beeinflussen.