14 February 2026, 07:12

Hessens Europa-Minister warnt vor Handelsbarrieren und Bürokratie in der EU

Eine Europakarte mit verschiedenen Grünschattierungen, die unterschiedliche Regionen anzeigen, und das Logo des Europäischen Umweltbundes im linken oberen Eck.

Hessens Europa-Minister warnt vor Handelsbarrieren und Bürokratie in der EU

Hessens Minister für Europaangelegenheiten, Manfred Pentz, hat sich gegen strengere Handelsregeln in der EU ausgesprochen. Er betont, dass Bürokratieabbau und der Schutz des Freihandels für die Wirtschaft der Region von entscheidender Bedeutung seien. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen geplante Quoten für europäische Produkte in öffentlichen Aufträgen sowie Verzögerungen bei der Finalisierung des EU-Mercosur-Handelsabkommens.

Pentz warnte, dass verpflichtende 'Kauft europäisch'-Quoten in der öffentlichen Auftragsvergabe nach hinten losgehen könnten. Solche Maßnahmen würden seiner Ansicht nach unnötige Bürokratie schaffen und das Wirtschaftswachstum bremsen. Für das exportstarke Hessen könnten diese Regeln ernsthafte Herausforderungen mit sich bringen.

Der Minister unterstrich zudem, dass Freihandel für die Zukunft des Landes unverzichtbar sei. Handelshemmnisse oder protektionistische Maßnahmen, so Pentz, würden die hessische Industrie schädigen. Das blockierte EU-Mercosur-Abkommen bezeichnete er als verpasste Chance für europäische Unternehmen.

Bei der Regulierungsreform hob Pentz die Fortschritte Hessens beim Abbau von Bürokratie hervor. Er forderte die EU auf, einen ähnlichen Kurs einzuschlagen, da weniger Regulierung die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärke. Seine Position spiegelt die Bedenken wider, dass die jüngste Änderung der EU-Industriepolitik den Wettbewerb einschränken könnte.

Pentz' Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Kommission gefordert ist, Protektionismus und offene Märkte in Einklang zu bringen. Seine Ablehnung von Quotenregelungen und Verzögerungen bei Handelsabkommen unterstreicht Hessens Abhängigkeit vom globalen Handel. Die Debatte über EU-Beschaffungsvorschriften und Handelspolitik wird voraussichtlich anhalten, während die Mitgliedstaaten ihre wirtschaftlichen Prioritäten abwägen.