21 March 2026, 04:26

Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz, weniger Nadelbäume gefällt

Ein sepiafarbenes Papier mit einer Illustration von dichtem, grünem Wald und der Überschrift "Forstwirtschaft und Bewässerung, Januar 1904" in fetter schwarzer Schrift.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz, weniger Nadelbäume gefällt

Holzeinschlag in Hessens Staatsforsten: 2025 mit deutlichen Verschiebungen

Im Jahr 2025 verzeichnete der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten bemerkenswerte Veränderungen: Während der Einschlag von Laubholz stark zunahm, ging die Menge an Nadelholz leicht zurück. Die Anpassungen sind Teil einer überarbeiteten Forststrategie, mit der die Behörden auf Klimadruck und frühere Einschränkungen reagieren. Eine entscheidende Rolle spielte dabei die Aufhebung des temporären Fällverbots für Buchenbestände, das 2024 außer Kraft gesetzt wurde.

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Der Einschlag von Laubholz stieg 2025 um 28 Prozent auf 570.000 Kubikmeter an. Dieser deutliche Anstieg folgte auf die Aufhebung eines 2020 verhängten Fällverbots für bestimmte Buchenwälder, das ursprünglich dazu diente, klimaresistente Forstkonzepte zu entwickeln. Gleichzeitig verringerte sich der Nadelholzeinschlag um 6 Prozent auf etwa 921.000 Kubikmeter im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt erhöhte sich die Holzentnahme 2025 um 5 Prozent auf rund 1,49 Millionen Kubikmeter. Dieser Trend setzte sich bis Ende 2025 und Anfang 2026 fort: In diesem Zeitraum wurden zusätzlich 725.000 Kubikmeter Holz eingeschlagen – ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Veränderungen spiegeln die Bemühungen wider, die Wälder in stabilere Mischökosysteme umzuwandeln. Dürreschäden, insbesondere bei Buchen, werden zunehmend sichtbar, auch wenn sich die Folgen oft erst Jahre später voll zeigen. HessenForst hat zudem die Betriebsabläufe angepasst, um die Böden im Winter zu schonen, und sorgt so für eine kontinuierliche Holzversorgung bei gleichzeitiger Minimierung ökologischer Schäden.

Der Anstieg beim Laubholzeinschlag unterstreicht Hessens Bestreben, die Wälder an die klimatischen Herausforderungen anzupassen. Mit der Aufhebung des Fällverbots steuern die Behörden nun einen Kurs zwischen Holznutzung und langfristigen ökologischen Zielen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, widerstandsfähigere Wälder zu schaffen und gleichzeitig die verzögerten Dürrefolgen für gefährdete Baumarten zu bewältigen.

Quelle