03 March 2026, 03:06

Ines Claus: Vom CDU-Aufstieg zur Kritik an Frauenquoten und AfD-Distanz

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer vielfältigen Gruppe von Frauen, mit einer sitzenden Frau in der Mitte und einem Text unten, der "Die Frauenwahlrechtsbewegung" lautet.

Ines Claus: Vom CDU-Aufstieg zur Kritik an Frauenquoten und AfD-Distanz

Ines Claus, stellvertretende Vorsitzende der deutschen CDU, hat seit ihrem Eintritt mit 21 Jahren stetig an Einfluss in der Partei gewonnen. Heute konzentriert sie sich auf Wirtschaftspolitik und die Sicherheit von Frauen, steht Frauenquoten jedoch skeptisch gegenüber. Ihre jüngsten Wahlergebnisse zeigen allerdings, dass weibliche Führungskräfte in der Union nach wie vor mit Herausforderungen kämpfen.

Claus trat der CDU bei, weil sie überzeugt war, dass Deutschland unter ihrer Führung prosperierte. 2019 wurde sie Fraktionsvorsitzende, 2021 stieg sie zur stellvertretenden Parteivorsitzenden auf. Trotz ihres Aufstiegs räumt sie ein, dass die Partei Frauen weiterhin nur unzureichend fördert.

Obwohl sie sich gegen eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts ausspricht, ermutigt sie junge Frauen, eine politische Karriere zu verfolgen – mit dem Appell: "Habt den Mut!" Gleichzeitig betrachtet sie Frauenquoten als zweitbeste Lösung und setzt stattdessen auf Leistungsprinzipien. Die CDU führte 2022 eine gestaffelte Quote ein: 33 Prozent ab 2023, 40 Prozent ab 2024 und 50 Prozent bis Mitte 2025. Doch ob die Regelung wirkt, bleibt ungewiss. Die mit 559 zu 409 Stimmen nach hitziger Debatte beschlossene Quote läuft 2029 aus.

Claus lehnt zudem eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD ab und argumentiert, dass starke Regierungsführung und die Bearbeitung gesellschaftlicher Sorgen der beste Weg seien, um deren Einfluss zu schwächen. Dennoch schnitten bei der letzten Wahl alle drei stellvertretenden Vorsitzenden der CDU schlechter ab als ihre männlichen Kollegen. Trotz dieser Rückschläge bleibt Claus bescheiden, zeigt sich dankbar für ihre Position und betont zugleich den notwendigen Reformbedarf.

Das Quotensystem der CDU bleibt bis 2029 in Kraft und entwickelt sich weiter. Claus' Karriere steht exemplarisch für Fortschritte – aber auch für die anhaltenden Hürden von Frauen in der Partei. Ihre Haltung zu Leistungsorientierung statt Quoten sowie ihre Ablehnung von Bündnissen mit der AfD prägen ihren Führungsstil.