KI optimiert Ampelschaltungen: Revolution für Fußgänger und Autos an Kreuzungen
Anton BlochKI optimiert Ampelschaltungen: Revolution für Fußgänger und Autos an Kreuzungen
KI-gesteuertes Verkehrssystem revolutioniert Fußgänger- und Fahrzeugfluss an Kreuzungen
Ein neues, mit künstlicher Intelligenz betriebenes Verkehrssystem verändert die Art und Weise, wie Fußgänger und Fahrzeuge Kreuzungen passieren. Das im Rahmen des LTSA -Projekts vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Technologieunternehmen Vitronic entwickelte System nutzt KI, um Überquerungen sicherer und effizienter zu gestalten. Die ersten Tests begannen im Frühling 2026 in Potsdam und markieren einen wichtigen Schritt hin zu einer intelligenteren städtischen Verkehrssteuerung.
Das LTSA -System analysiert Echtzeitdaten, um Fußgängerbewegungen vorherzusagen – noch bevor diese den Zebrastreifen erreichen. Durch eine datenschutzkonforme Erfassung und Verfolgung von Personen passt es die Ampelschaltungen dynamisch an. Dadurch verkürzen sich unnötige Wartezeiten, insbesondere für langsamere oder mobilitätseingeschränkte Fußgänger.
Falls nur wenige Menschen warten, kann das System die Grünphase für Fußgänger sogar vollständig auslassen. So bleibt der Fahrzeugverkehr in Bewegung, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Die Technologie lässt sich in die bestehende Infrastruktur integrieren und ermöglicht es Städten, sie an Busse, Radfahrer oder andere Verkehrsrioritäten anzupassen.
Tobias Hesse, Leiter des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik, verantwortet das Projekt. Neben den Verbesserungen für Fußgänger testen die Forscher zudem eine vierte Ampelfarbe, die speziell für autonome Fahrzeuge gedacht ist. Diese Innovationen deuten darauf hin, dass KI in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle bei der Neugestaltung des Straßenverkehrs spielen wird.
Der Praxistest in Potsdam zeigt, wie KI Kreuzungen anpassungsfähiger an reale Bedingungen machen kann. Indem das LTSA -System die Bedürfnisse von Fußgängern mit der Verkehrseffizienz in Einklang bringt, bietet es Stadtplanern eine flexible Lösung. Bei Erfolg könnte die Technologie bald auch in anderen Städten des Landes zum Einsatz kommen.






