Leroy Sané bleibt trotz Erfolge ein polarisierender Nationalspieler
Leroy Sanés Rolle in der deutschen Nationalmannschaft sorgt seit seiner Rückkehr im vergangenen Jahr für hitzige Diskussionen. Trotz seiner Leistungen auf dem Platz hält sich die Kritik aus Öffentlichkeit und Medien hartnäckig. Selbst seine spielentscheidenden Momente konnten die Zweifel an seinem Platz im Kader nicht vollständig ausräumen.
Die Debatte gewann an Fahrt, nachdem Sané im November 2022 maßgeblich dazu beigetragen hatte, Deutschlands WM-Qualifikation zu sichern. Beim entscheidenden 2:0-Sieg gegen die Slowakei erzielte er zwei Tore und bereitete ein weiteres vor – doch die Skepsis blieb.
Auch im Freundschaftsspiel gegen die USA traf er zum Siegtreffer, doch Kritiker wiesen weiterhin auf Schwächen in seinem Spiel hin. Selbst nach dem deutlichen 7:1 der DFB-Elf gegen Curaçao wurden von einigen Beobachtern vermeintliche Defizite in seiner Leistung hervorgehoben.
Sanés Leistungen auf Vereinsebene heizen die Diskussion zusätzlich an. In seiner ersten Saison bei Galatasaray gehörte er nicht immer zur Stammelf und kam in 43 Spielen lediglich auf sieben Tore. Manche deuten seinen Wechsel in die türkische Liga bereits als Zeichen für das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere.
Doch nicht alle teilen diese Meinung. Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigt den Flügelspieler und betont, er vertraue darauf, dass Sané bei der WM liefern werde. Mannschaftskollegen wie Joshua Kimmich und Nagelsmann selbst loben seinen Einsatz und seine defensiven Bemühungen. Ilkay Gündoğan warnte sogar in seiner Der Spiegel-Kolumne, dass überzogene Kritik einen kreativen Spieler wie Sané einengen könne.
Die Diskussion um Sanés Platz im Team reißt nicht ab. Sowohl seine Vereinsleistungen als auch seine Beiträge in der Nationalmannschaft bleiben unter genauer Beobachtung. Vorerst bekräftigt das Trainerteam der DFB-Auswahl jedoch weiterhin sein Vertrauen in ihn.
