07 May 2026, 00:27

Lufthansa mit überraschend niedrigen Verlusten – doch Umsatz enttäuscht im ersten Quartal 2026

Liniengraph, der einen abwärtsgerichteten Trend in den projizierten zukünftigen Ölimporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Lufthansa mit überraschend niedrigen Verlusten – doch Umsatz enttäuscht im ersten Quartal 2026

Lufthansa meldet gemischte Ergebnisse für das erste Quartal 2026 – Verluste geringer als erwartet, Umsatz hinter den Prognosen

Die Lufthansa hat für das erste Quartal 2026 gemischte Zahlen vorgelegt: Die Verluste fielen geringer aus als befürchtet, doch der Umsatz blieb unter den Erwartungen. Trotz anhaltender Herausforderungen durch steigende Treibstoffkosten und geopolitische Spannungen stieg der Aktienkurs des Konzerns nach der Bekanntgabe um über 8 Prozent.

Das Unternehmen bestätigte zudem Pläne, in diesem Sommer Tausende Flüge zu streichen – bedingt durch Sorgen um die Treibstoffversorgung. Gleichzeitig betonte die Airline, dass ihre wichtigsten Drehkreuze bis Juni gesichert blieben.

Im ersten Quartal verbuchte die Lufthansa einen bereinigten Betriebsverlust von 612 Millionen Euro – eine Verbesserung gegenüber dem von Analysten prognostizierten Minus von 659 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verfehlte jedoch die Erwartungen von 9,3 Milliarden Euro. Ein Großteil der finanziellen Belastung wurde auf den Iran-Konflikt zurückgeführt, der in diesem Jahr bereits zu Mehrkosten von 1,7 Milliarden Euro für Treibstoff geführt hat.

Um Risiken einzudämmen, hat die Fluggesellschaft 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan gestrichen. Zudem bereitet sie Vorsorgemaßnahmen für Langstreckenrouten nach Asien und Afrika vor, darunter zusätzliche Tankstopps. Trotz dieser Herausforderungen hält die Lufthansa an ihrer Jahresprognose fest und erwartet einen Gewinn deutlich über den 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 – vorausgesetzt, es kommt zu keinen weiteren Treibstoffengpässen oder Streiks.

Langfristig peilt das Unternehmen für den Zeitraum 2028 bis 2030 eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent an. Finanzvorstand Detlef Kayser versicherte Investoren, dass die Treibstoffversorgung an den wichtigsten Drehkreuzen zumindest bis Juni stabil bleiben werde, was die Operations in naher Zukunft stützen solle.

Die Quartalszahlen der Lufthansa überzeugten zwar bei den Verlusten und trieben den Aktienkurs nach oben, doch das Unternehmen muss weiterhin mit Treibstoffknappheit und höheren Kosten umgehen. Gleichzeitig hält es an seinen langfristigen Gewinnzielen fest. Der Erfolg wird davon abhängen, ob weitere Störungen in den kommenden Monaten vermieden werden können.

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