14 February 2026, 09:16

Marburger Digitaltools revolutionieren Online-Dienstleistungen für über 100 Kommunen

Ein Plakat mit einer Stadtkarte und vielen Menschen sowie begleitendem Text.

Marburger Digitaltools revolutionieren Online-Dienstleistungen für über 100 Kommunen

Ein in Marburg entwickeltes Digitaltool unterstützt mittlerweile über 100 deutsche Städte und Landkreise dabei, ihre Online-Dienstleistungen zu verbessern. Das unter dem Namen eGovSAD bekannte Analyse-System erfasst, wie Bürgerinnen und Bürger mit öffentlichen Websites interagieren – ganz ohne die Speicherung persönlicher Daten. Die Stadt hat das Projekt inzwischen mit GoDonu erweitert, einer neuen Plattform, die Feedback-Möglichkeiten und gemeinsame Daten-Dashboards für Kommunen bietet.

Ursprünglich als intelligentes Steuerungsinstrument konzipiert, ermöglicht eGovSAD Behörden eine klare Übersicht über zentrale Nutzungsdaten. So lassen sich Trends erkennen und digitale Angebote effizienter gestalten. Bisher wird das Tool ausschließlich in Hessen eingesetzt, etwa in Städten wie Gießen, Wetzlar und Frankfurt sowie in Landkreisen wie dem Rheingau-Taunus-Kreis.

Mit der jüngsten Erweiterung GoDonu können Kommunen nun Nutzungsdaten vergleichen und direktes Feedback einholen. Marburg arbeitet eng mit Partnerkommunen zusammen, um die Dienstleistungen über das neue System weiter zu optimieren. Bürgerinnen und Bürger haben bereits Zugang zu über 100 Online-Verfahren – von Terminbuchungen bis hin zu Antragstellungen für Fördermittel – über das städtische Portal unter www.unserewebsite/digital.

Beide Projekte wurden mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro aus dem hessischen Programm "Starkes Heimatland" gefördert. Trotz des Ausbaus speichern weder eGovSAD noch GoDonu persönliche Daten, sodass die Anonymität der Nutzerinnen und Nutzer vollständig gewahrt bleibt.

Durch die kombinierte Nutzung von eGovSAD und GoDonu können Kommunen digitale Dienstleistungen gemeinsam messen und weiterentwickeln. Marburgs Ansatz hat bereits Prozesse wie die Beantragung von Geburtsurkunden oder Fördermitteln vereinfacht. Mit über 100 Nutzern in ganz Hessen wächst das System stetig – ob es künftig auch über die Landesgrenzen hinaus eingesetzt wird, steht jedoch noch nicht fest.