05 May 2026, 14:50

Massive Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Massive Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Hunderte Demonstranten gingen am Wochenende vor dem Hauptbahnhofs von Halle auf die Straße. Sie protestierten gegen die Gladiator Fight Academy, ein Fitnessstudio, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Bei der Kundgebung wurde die Schließung der Einrichtung gefordert – angesichts wachsender Besorgnis über ihre mutmaßliche Rolle in radikalen Netzwerken.

Die Demonstration wurde von der lokalen antifaschistischen Initiative Daumen runter organisiert. Die Teilnehmenden skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“, während sie durch die Straßen zogen. Im Fokus standen die vermuteten Verbindungen des Studios zu rechtsextremen Gruppen und seine Funktion als Rekrutierungsort.

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Erst kürzlich hatten die Betreiber des Gyms in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstaltet. Unter den Gästen befanden sich drei Mitglieder der rechtspopulistischen AfD: Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Zudem zog die Veranstaltung ein Publikum mit bekannten rechtsextremen Bezügen an.

Zu den zentralen Figuren, die mit dem Studio in Verbindung gebracht werden, zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Ein weiterer Akteur ist Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer im Gym, der selbst bei dessen Veranstaltungen antritt. Auch Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, steht in Verbindung mit der Einrichtung.

Behörden haben das Fitnessstudio bereits wegen offener Duldung von Gewalt und Diskriminierung ins Visier genommen. Berichten zufolge dient es als Treffpunkt für rechtsextreme, männlich dominierte Kreise. Die Demonstration unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die Aktivitäten des Gyms. Die Protestierenden fordern dessen Schließung und verweisen auf Belege für extremistische Vernetzung. Die Vorgänge rücken die Betriebsweise der Einrichtung und ihre Verbindungen zu rechtsextremen Akteuren weiter in den Fokus der Öffentlichkeit.

Quelle