11 March 2026, 12:24

Migros gibt Tegut auf – Edeka übernimmt 200 Filialen in Hessen

Eine alte Werbung für einen Friedlander-Laden in Deutschland, der ein Gebäude mit Text darauf zeigt.

Migros trennt sich von Tegut - Edeka übernimmt Filialen - Migros gibt Tegut auf – Edeka übernimmt 200 Filialen in Hessen

Schweizer Händler Migros zieht sich nach Jahren des Kampfes vom deutschen Markt zurück. Der Konzern hat sich darauf geeinigt, seine Supermarktkette Tegut an Edeka zu verkaufen. Dieser Schritt folgt auf gescheiterte Versuche, einen Käufer außerhalb des etablierten deutschen Lebensmitteleinzelhandels zu finden.

Tegut, 1947 in Fulda gegründet, betreibt über 300 Filialen in sechs Bundesländern, wobei der Großteil in Hessen liegt. Mit der Übernahme soll der Erhalt von Arbeitsplätzen gesichert und viele Standorte unter neuer Führung weitergeführt werden.

Migros begründete den Rückzug aus Deutschland mit harter Konkurrenz und anhaltenden Schwierigkeiten auf dem Markt. Die Entscheidung setzt die Zukunft der 7.700 Tegut-Mitarbeiter aufs Spiel – mehr als 4.500 Jobs wären bedroht gewesen, hätte sich kein Käufer gefunden.

Edeka übernimmt nun rund 200 Tegut-Filialen, vor allem in Hessen. Der deutsche Händler plant, diese Standorte in sein genossenschaftliches Netz zu integrieren und so sowohl die Läden als auch die Belegschaft zu erhalten. Doch das Schicksal der verbleibenden Tegut-Filialen bleibt ungewiss, da Gespräche mit anderen Investoren noch laufen.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben, und es ist unklar, ob der Markenname Tegut nach der Übernahme bestehen bleibt. Von der aktuellen Vereinbarung sind keine Tegut-Filialen außerhalb Hessens betroffen – ihre Zukunft bleibt vorerst offen.

Die Übernahme durch Edeka sichert zwar die unmittelbare Zukunft vieler Tegut-Standorte und ihrer Mitarbeiter. Doch das endgültige Schicksal der übrigen Filialen und der Marke selbst steht noch in den Sternen.

Ob das Geschäft wie geplant vollzogen wird, hängt nun von der kartellrechtlichen Freigabe ab. Bis dahin bleibt die Zukunft des gesamten Tegut-Netzwerks teilweise ungewiss.

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