NATO stärkt Luftabwehr an Ostflanke: Admiral Cavo Dragone besucht Ramstein
Frieder LachmannNATO stärkt Luftabwehr an Ostflanke: Admiral Cavo Dragone besucht Ramstein
Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, besuchte am 25. und 26. März den Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Im Mittelpunkt der Reise stand die Frage, wie integrierte Luftfähigkeiten Abschreckung und Verteidigung stärken – insbesondere entlang der östlichen NATO-Grenze.
Während des Besuchs drehten sich die Gespräche um das integrierte Luft- und Raketenabwehrsystem der NATO. Dieses System vereint Luftraumüberwachung, Abwehr ballistischer Raketen und kontinuierliche Aufklärung, um das Bündnisgebiet zu schützen.
Admiral Cavo Dragone betonte, dass gegenseitiges Vertrauen, Zusammenhalt und Verlässlichkeit unter den Verbündeten die Grundlage für kollektive Widerstandsfähigkeit bilden. Vertrauen bezeichnete er als das entscheidende strategische Kapital in der modernen Kriegsführung.
Ein weiteres zentrales Thema war die Initiative Eastern Sentry. Dabei geht es um den Einsatz von Kampfflugzeugen, Aufklärungssystemen und bodengestützten Anlagen, um die Präsenz der NATO an ihrer Ostflanke zu verstärken. Ziel der Initiative ist es, die operative Zusammenarbeit zu verbessern und neuen Bedrohungen – etwa Einweg-Angriffsdrohnen – entgegenzuwirken.
Generalleutnant Jason T. Hinds, Kommandeur des Allied Air Command, hob hervor, wie wichtig es ist, nationale Fähigkeiten für aktuelle und künftige Herausforderungen zu nutzen. Zudem unterstrich er die Bedeutung laufender Einsätze, Ausbildungsmaßnahmen und Ansätze wie Agile Combat Employment, um die Einsatzbereitschaft im gesamten Bündnis zu gewährleisten.
Der Besuch unterstrich das Bekenntnis der NATO zu Abschreckung und Verteidigung durch integrierte Luftfähigkeiten. Die Gespräche bestätigten zudem, dass sich das Bündnis auf neue Bedrohungen einstellt, ohne dabei die operative Koordination aus den Augen zu verlieren.






