Nutztierbestände in Deutschland: Leichte Zunahme bei Schweinen, langfristig dramatischer Rückgang
Laila BienNutztierbestände in Deutschland: Leichte Zunahme bei Schweinen, langfristig dramatischer Rückgang
Deutschlands Nutztierbestände zeigen im frühen Mai gemischte Trends
Die Zahl der Nutztiere in Deutschland weist Anfang Mai unterschiedliche Entwicklungen auf: Während die Rinderbestände stabil blieben, verzeichnete die Schweinehaltung einen leichten Anstieg. Langfristige Daten zeigen jedoch, dass beide Sektoren in den letzten zehn Jahren deutliche Rückgänge zu verzeichnen haben.
Anfang Mai zählte Deutschland rund 10,4 Millionen Rinder, darunter 3,6 Millionen Milchkühe. Der Gesamtbestand stieg um 0,2 %, was einem Zuwachs von 17.200 Tieren im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zahl der Milchkühe allein nahm um 0,3 % – oder 10.400 Tiere – zu.
Die Schweinebestände erreichten etwa 21,0 Millionen Tiere, ein Plus von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg um 131.100 Schweine. Trotz dieses jüngsten Zuwachses sank die Zahl der Schweinebetriebe weiter – um 3,6 % auf 14.700. Im Schnitt hält ein Betrieb heute rund 1.400 Schweine, verglichen mit 1.100 im Jahr 2016.
In den letzten zehn Jahren sind die Rinderbestände um 17,6 % zurückgegangen, ein Verlust von 2,2 Millionen Tieren. Die Zahl der Milchkühe verringerte sich um 16,0 % – oder 683.300 Tiere. Noch stärker betroffen ist der Schweinesektor: Hier sank die Zahl der Tiere um 22,5 %, was einem Rückgang um 6,1 Millionen Schweine entspricht. Auch die Anzahl der Schweinebetriebe ging um 40 % zurück – seit 2014 schlossen 9.800 Betriebe.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine stabile Rinderpopulation mit leichtem Wachstum bei den Milchkühen. Die Schweinebestände sind ebenfalls leicht gestiegen, doch die Konzentration der Betriebe schreitet weiter voran. Langfristig bleibt der Trend in beiden Bereichen jedoch deutlich negativ: Sowohl Rinder- als auch Schweinebestände sind in den letzten zehn Jahren stark zurückgegangen.
