Offenbachs "Alte Post" wird zum ersten Studentenwohnheim der Stadt umgestaltet
Frieder LachmannOffenbachs "Alte Post" wird zum ersten Studentenwohnheim der Stadt umgestaltet
Offenbachs historisches "Alte Post"-Ensemble steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Die seit langem leer stehenden Postgebäude sollen zum ersten Studentenwohnheim der Stadt werden – betrieben vom Studierendenwerk Frankfurt am Main. Geplant ist zudem ein neues fünfstöckiges Gebäude mit Platz für über 200 Bewohner:innen.
Das Postareal in der Bismarckstraße 152–158 entstand 1925 als Sortierstelle für Briefe und Pakete. Bis in die frühen 1980er-Jahre war es in Betrieb, steht seitdem jedoch leer. Die Geschichte des Standortes reicht noch weiter zurück: Bereits in den 1870er-Jahren hatte der Offenbacher Bahnhof den Bedarf an einer Bahnpost-Anlage geweckt, um die ansässige Industrie zu versorgen.
2023 erwarb das Land Hessen das Gelände mit dem Ziel, rund 250 studentische Wohneinheiten zu schaffen. Es folgte ein Architekturwettbewerb, den Scharnberger Architekten und Ingenieure mit dem ersten Platz für sich entschieden. Zwei weitere Büros erhielten gemeinsam den zweiten Preis. Der siegreiche Entwurf sieht ein neues fünfgeschossiges Gebäude vor, das sich harmonisch in die denkmalgeschützten Bestandsbauten einfügt.
Das Projekt soll nicht nur bezahlbaren Wohnraum bieten und den kreativen Austausch unter Studierenden fördern, sondern auch die Aufwertung des Umfelds rund um den Hauptbahnhof vorantreiben. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind noch bis zum 21. Mai 2024 im Offenbacher Stadthaus zu sehen.
Aus dem ungenutzten "Alten Post"-Komplex wird so ein modernes Studentenwohnheim mit 231 Zimmern im Neubau – das erste des Studierendenwerks Frankfurt am Main in Offenbach. Die Stadt informiert weiterhin über ihren kostenlosen Newsletter für Bürger:innen über die Fortschritte des Vorhabens.