Pheline Roggan unterstützt Collien Fernandes nach Deepfake-Skandal und fordert Mut gegen Missbrauch
Laila BienErste 'Arschlecken.' Star bricht Schweigen - Pheline Roggan unterstützt Collien Fernandes nach Deepfake-Skandal und fordert Mut gegen Missbrauch
Pheline Roggan, vor allem bekannt durch ihre Rolle in Jerks., hat sich öffentlich hinter Collien Fernandes gestellt, nachdem diese ihren Ex-Mann Christian Ulmen schwerwiegende Vorwürfe gemacht hatte. Roggan lobte Fernandes für ihren Mut, sich zu äußern, und bezeichnete ihre Haltung als Vorbild für Frauen, die Missbrauch und Gewalt erleben. Die Stellungnahme fällt in eine Zeit, in der Deutschland zunehmend sexualisierte Gewalt und Opferbeschuldigung kritischer hinterfragt.
Auslöser der Debatte war der Skandal um Fernandes im Jahr 2025, als sie Ulmen vorwarf, ohne ihre Zustimmung deepfake-Pornografie mit ihrem Abbilder hergestellt und verbreitet zu haben. Der Fall erinnert an die Gisèle-Pelicot-Affäre von 2024, die weltweit die Diskussion über sexualisierte Gewalt prägte – mit dem Leitgedanken: "Die Scham muss die Seite wechseln." Seither hat sich in Deutschland die öffentliche Meinung gewandelt: Täter werden stärker in die Verantwortung genommen als ihre Opfer.
Roggans Unterstützung für Fernandes reiht sich in diese Entwicklung ein. Die Schauspielerin betonte, wie wichtig es sei, das Schweigen zu brechen. Fernandes' Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, bezeichnete sie als Wendepunkt – nicht nur für sie persönlich, sondern für alle Frauen, die Missbrauch erleben. Der Fall offenbart zudem Lücken im deutschen Rechtssystem, insbesondere beim Umgang mit Deepfake-Technologie. Eine Ermittlung aus dem Jahr 2024 war ins Stocken geraten und wurde später von spanischen Behörden übernommen.
Mittlerweile ist der Fall zu einem Kristallisationspunkt für Aktivist:innen geworden, die strengere Gesetze fordern. Viele sprechen bereits von Deutschlands "Pelicot-Moment" und drängen auf Reformen, die digitale Gewalt als schwerwiegendes Verbrechen anerkennen. Die Debatte stellt auch veraltete Rollenbilder infrage, in denen Frauen als Besitz betrachtet werden, und unterstreicht die Forderung nach strukturellem Wandel.
Fernandes' Vorwürfe und Roggans Solidaritätsbekundung haben die Diskussion über Deepfake-Missbrauch und rechtlichen Schutz neu entfacht. Der Fall zeigt die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Verfolgung digitaler Straftaten – und viele fordern Deutschland auf, seine Gesetze zu verschärfen. Bis dahin bleibt der Skandal ein zentraler Bezugspunkt für alle, die sich gegen Opferbeschuldigung und für mehr Verantwortung einsetzen.






