Pro Bahn fordert radikale Reformen für günstigeren und besseren ÖPNV
Frieder LachmannPro Bahn fordert radikale Reformen für günstigeren und besseren ÖPNV
Fahrgastverband Pro Bahn schlägt Maßnahmen zur Stärkung des ÖPNV vor
Der Fahrgastverband Pro Bahn hat eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, um den öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland zu stärken. Zu den Forderungen gehören finanzielle Entlastungen für Fahrgäste und Verkehrsunternehmen sowie bessere Infrastruktur und gerechtere Preismodelle.
Kritik übt Pro Bahn am staatlichen Tankrabatt, der nach Ansicht des Verbands Autofahrer einseitig begünstige, während Nutzer des öffentlichen Verkehrs benachteiligt würden. Die Organisation fordert mehr Anreize, um Busse und Bahnen zu einer echten Alternative zum Auto zu machen.
Preisstopp und flexiblere Tarife gefordert Michael Koch, Sprecher des Verbands, schlägt vor, die geplanten Preiserhöhungen für das Deutschlandticket in den Jahren 2027 und 2028 auszusetzen. Zudem plädiert er dafür, die aktuellen Kündigungsfristen abzuschaffen, um Fahrgästen die Anpassung ihrer Abonnements zu erleichtern. Koch regt außerdem flexiblere Tarifmodelle an, etwa Bonusprogramme für Langzeitkunden oder nicht bindende Ticketoptionen.
Ausbau der E-Mobilität und Entlastung der Bahnunternehmen Lukas Iffländer, ein weiteres führendes Mitglied von Pro Bahn, setzt sich für mehr Investitionen in Elektrobusse und die nötige Ladeinfrastruktur ein. Gleichzeitig fordert er strukturelle Unterstützung für Bahnbetreiber, darunter niedrigere Trassenpreise, um deren finanzielle Belastung zu verringern.
Ziel: Günstigerer und attraktiverer ÖPNV für alle Letztlich geht es dem Verband darum, die Kosten für Fahrgäste und Anbieter gleichermaßen zu senken. Durch bezahlbarere und zuverlässigere Angebote soll die Nutzung von Bussen und Bahnen im ganzen Land gesteigert werden. Würden die Vorschläge umgesetzt, könnten Pendler sparen und Verkehrsunternehmen finanziell stabiler werden. Pro Bahn will so mehr Menschen dazu bewegen, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen – indem sowohl Kosten als auch Komforthürden abgebaut werden.






