25 June 2026, 04:20

RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Wohnungsbau – wer gewinnt den Kampf?

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Wohnungsbau – wer gewinnt den Kampf?

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines langjährigen kulturellen Zentrums, ist derzeit ungewiss. Im Mittelpunkt des Streits stehen Pläne für neuen Wohnraum und der Erhalt der historischen Hallen, in denen Clubs und Veranstaltungsorte untergebracht sind.

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Das RAW-Gelände begann seine Geschichte als Reichsbahn-Ausbesserungswerk. Nach dem Fall der Berliner Mauer entwickelte es sich zu einem kulturellen Hotspot mit Clubs, Konzertlocations, Märkten und weiteren Angeboten. Heute beherbergt es zudem einen Biergarten, eine Skatehalle, eine Boulderhalle, Lagerhallen sowie saisonale Veranstaltungen wie einen Weihnachtsmarkt und Flohmarkt.

Die Kurth-Gruppe, die private Eigentümerin, wirft Berlin vor, frühere Vereinbarungen gebrochen zu haben. Sie fordert nun eine schnellere Baugenehmigung, um Wohnungen zu errichten. Gleichzeitig erhalten einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, Räumungsklagen und müssen Teile des Geländes bereits ab nächster Woche verlassen.

Als Reaktion riefen Senat und Bezirksvertreter zu weiteren Gesprächen auf. Ihr Ziel ist es, die einzigartige kulturelle Identität des Ortes zu bewahren und gleichzeitig die Entwicklungspläne voranzubringen. Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen städtischer Entwicklung und Kulturerhalt. Das Ergebnis wird entscheiden, ob das RAW-Gelände sein aktuelles Mischangebot behält oder sich grundlegend verändert. Der Club Cassiopeia und andere Mieter warten nun auf weitere Entscheidungen über ihre Zukunft an diesem Ort.

Quelle