15 April 2026, 08:27

Reichstag startet milliardenschweren Digitalumbau gegen Cyberangriffe

Großes Gebäude mit zahlreichen Ampeln, Straßenlaternen und elektrischer Infrastruktur, umgeben von Kraftfahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel, als neues Hauptquartier der Nationalen Sicherheitsbehörde identifiziert.

Reichstag startet milliardenschweren Digitalumbau gegen Cyberangriffe

Reichstagsgebäude in Berlin vor großem digitalem Umbau zur Abwehr von Cyberbedrohungen

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Das Reichstagsgebäude in Berlin steht vor einer umfassenden digitalen Modernisierung, um die Abwehr gegen Cyberangriffe zu stärken. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner kündigte die Pläne an und bezeichnete das Vorhaben als ein "gewaltiges und hochkomplexes Unterfangen". Im Rahmen der Sanierung werden zudem künftig strengere Kontrollen für den digitalen Zugriff eingeführt.

Das Ausmaß der Aufrüstung ist enorm: Arbeiter werden rund 3.800 Kilometer Kupferkabel ersetzen – eine Länge, die der gesamten deutschen Grenze entspricht – sowie 300 Kilometer Glasfaserleitungen verlegen. Hunderttausende Server und 300 Datenverteilereinheiten sollen im Zuge der Arbeiten ausgetauscht werden.

Das Projekt basiert auf einer neuen Digitalstrategie, die auf drei Grundsätzen beruht: Sicherheit, Souveränität und Serviceorientierung. Ziel ist es, den IT-Schutz zu verstärken, die Abhängigkeit von externen Anbietern zu verringern und die volle Kontrolle über die Nutzung parlamentarischer Daten zu behalten. Rechtliche Rahmenbedingungen werden angepasst, um bei Bedarf eine sichere Datenweitergabe an Nachrichtendienste zu ermöglichen.

Klöckner drängt die Fraktionen, noch in diesem Jahr das Bundestagspolizeigesetz zu finalisieren. Das Gesetz soll regeln, wie Daten verwaltet und abgerufen werden, und sicherstellen, dass die Institution die Aufsicht behält. Die Bau- und Digitalisierungsarbeiten werden voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Die Modernisierung wird die digitale Infrastruktur des Reichstags von Grund auf neu gestalten. Strengere Zugriffsregeln und modernisierte Systeme sollen Cyberbedrohungen abwehren und die Hoheit über die Daten fest in parlamentarischer Hand halten. Das Vorhaben zählt zu den ehrgeizigsten Sicherheitsaufrüstungen in der Geschichte des Gebäudes.

Quelle