13 June 2026, 16:17

Reul attackiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans

Reul kritisiert Fußballclubs wegen der Behandlung von Stadionrowdys

Reul attackiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine öffentlich für ihren Umgang mit Stadionrowdys kritisiert. Er wirft den Clubs vor, zu zögerlich gegen Täter vorzugehen und diese nicht konsequent zu identifizieren oder zu belangen.

Reul betonte, dass viele Vereine aus Angst vor Konflikten mit den eigenen Ultra-Fans oft nicht entschlossen handelten. Dabei liege das Problem nicht an mangelnder Überwachung – Stadien seien bereits umfassend videoüberwacht.

Besonders überrascht zeigte sich der Minister, dass in der Debatte um Stadionsecurity immer noch über Kosten diskutiert werde. Sicherheit sei eine staatliche Aufgabe und keine finanzielle Belastung für die Vereine, machte Reul deutlich. Zudem lehnte er ab, dass Polizeikosten von Fußballverbänden privat getragen werden sollten.

Als Lösung schlug er ein neues Gesetz vor, das Vereine bestrafen soll, wenn sie Verfahren gegen Stadionstörer unnötig verzögern. Reuls Äußerungen unterstreichen die Kritik an der langsamen Aufarbeitung von Vorfällen. Seine Pläne zielen darauf ab, die Clubs zu schnellerem und konsequenterem Handeln zu bewegen – immer mit dem Fokus auf mehr Sicherheit und der klaren Betonung, dass dies eine öffentliche Verantwortung bleibt.

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