Rödermark sagt AfD-Veranstaltung mit umstrittenem Redner Matthias Helferich ab
Frieder LachmannRödermark sagt AfD-Veranstaltung mit umstrittenem Redner Matthias Helferich ab
Die Stadtverwaltung von Rödermark hat eine für den 14. Februar 2024 geplante AfD-Veranstaltung in der städtischen Kulturhalle abgesagt. Der Beschluss erfolgte nach Bedenken wegen extremistischer Positionen des angekündigten Redners, Matthias Helferich. Die Behörden kündigten den Mietvertrag und begründeten dies mit sowohl formellen als auch inhaltlichen Gründen.
Bei der als "politischer Aschermittwoch" beworbenen Veranstaltung handelte es sich ursprünglich um eine Buchung des örtlichen AfD-Kreisverbands Rödermark. Tatsächlich organisiert wurde die Veranstaltung jedoch vom AfD-Kreisverband Offenbach-Land, nicht von der lokalen Gliederung. Dennoch gab sich die Bezirksgruppe auf ihrer Facebook-Seite als Ausrichterin aus.
Die Absage erfolgte nach einem Antrag der CDU, der die Stadtspitze zum Handeln veranlasste. Sechs AfD-Politiker – drei Bundestagsabgeordnete und drei Landtagsabgeordnete – sollten an der Veranstaltung teilnehmen, darunter Helferich, der für ethnonationalistische Positionen bekannt ist, die selbst innerhalb seiner eigenen Bundestagsfraktion auf Distanz stoßen.
Rödermarks Bürgermeister verurteilte die geplante Veranstaltung und erklärte, sie verbreite verfassungsfeindliche und extremistische Ideen. Die Stadtführung entschied, dass solche Ansichten in einer öffentlich finanzierten Einrichtung keinen Platz hätten, und strich die Buchung.
Die AfD-Veranstaltung wird nun nicht in der Rödermarker Kulturhalle stattfinden. Die Entscheidung unterstreicht die Haltung der Stadt, keine Zusammenkünfte mit Bezug zu extremistischem Gedankengut zuzulassen. Weitere Details zu den genauen formellen und inhaltlichen Gründen der Absage wurden von den Verantwortlichen nicht bekannt gegeben.






