16 February 2026, 17:39

Rottweils Narrensprung begeistert Tausende trotz eisiger Kälte am Rosenmontag

Ein großes goldenes und rotes Festwagen mit Blumen und anderen Schmuckelementen bei einem Karnevalsumzug, mit einem Gebäude, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Karnevalsturm trifft Rottweil - wild, bunt und unerschütterlich - Rottweils Narrensprung begeistert Tausende trotz eisiger Kälte am Rosenmontag

Der schwäbisch-alemannische Fasching erreichte am Rosenmontag seinen Höhepunkt, als Rottweil seine berühmten Straßen mit dem Narrensprung (Narrenhüpfen) feierte. Tausende Zuschauer trotzten der Kälte, um maskierte Reiter und Blasorchester durch die Straßen von Überlingen ziehen zu sehen. Das historische Ereignis, ein Höhepunkt der vorösterlichen Fastnachtsfeiern in der Region, lockte bereits lange vor Tagesanbruch Menschenmassen an.

Um 8 Uhr morgens sprangen Gestalten in den Kostümen des Federahannes, Gschell, Biß, Schantle und Fransenkleidle durch das Schwarze Tor und läuteten damit den Narrensprung ein. Viele von ihnen schwangen lange Holzstangen und führten waghalsige Stabsprünge auf – eine Tradition, die es nur in Rottweil gibt. Bis zu 20.000 Zuschauer drängten sich auf den Straßen, wobei Hotels bereits für den Fasching 2025 ausgebucht waren.

Die aufwendigen Kostüme, Häs genannt, kombiniert mit handgeschnitzten Holzmasken, spiegelten lokale Mythen, Geschichte und Fabelwesen wider. Einige Gruppen integrierten sogar Einflüsse des rheinischen Karnevals und präsentierten Prinzen, Prinzessinnen und Tanzgruppen. Später verlagerten sich die Feierlichkeiten nach Schramberg, wo kostümierte Teams bunt verzierte Holzbütten die Schiltach hinab ins Rennen schickten.

Trotz des frostigen Wetters hielten Feiernde und Zuschauer die jahrhundertealten Bräuche lebendig und zeigten damit, wie tief die Traditionen in der Region verwurzelt sind.

Der Narrensprung erwies sich einmal mehr als großer Publikumsmagnet und füllte Rottweils Straßen mit Farbe und Energie. Spätere Veranstaltungen wie die Büttenrennen in Schramberg verlängerten die Feierlichkeiten bis in den Nachmittag. Diese langjährigen Bräuche prägen auch in diesem Jahr wieder den schwäbisch-alemannischen Fasching.