Rüsselsheim setzt auf Tourismus als Schlüssel für die Innenstadt-Belebung
Anton BlochRüsselsheim setzt auf Tourismus als Schlüssel für die Innenstadt-Belebung
Duisburg hat seit Ende 2023 keine größeren Investitionen in seine touristische Infrastruktur erlebt. Doch nun setzen die Verantwortlichen der Stadt auf den Tourismus als zentralen Motor für die Belebung der Innenstadt. Bei einer jüngsten Wirtschaftsrunde diskutierten Fachleute, wie Besucher das lokale Wachstum ankurbeln könnten.
Auf der zweiten Auflage der Wirtschaftsrunde betonte Claudia C. Gotz, Leiterin der Wirtschaftsförderung, die Bedeutung des Tourismus für die Wiederbelebung des Rüsselsheimer Zentrums. Sie verwies auf Geschäftsreisen, Kulturbesuche und Gastronomie als noch ungenutzte Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung. Bürgermeister Patrick Burghardt pflichtete ihr bei und hob das Potenzial der Stadt hervor, Besucher aus der gesamten Mainpost und darüber hinaus anzuziehen.
Ralf-Peter Koschny von der bulwiengesa AG lobte die kulturelle Vielfalt Rüsselsheims und sah vor allem im Hotelsektor noch Wachstumsmöglichkeiten. Jan-Bernd Röllmann vom Stadtmarketing Marburg e.V. berichtete, wie Marburg durch einzigartige Erlebnisse eine starke Stadtmarke aufgebaut habe – ein Modell, von dem Rüsselsheim lernen könne. Der Bürgermeister forderte zudem neue Strategien zur Umgestaltung städtischer Räume und argumentierte, dass herkömmliche Ansätze nicht mehr ausreichten.
Der nächste Schritt folgt am 13. November, wenn die Stadt ein Immobilienforum veranstaltet, das sich auf die Revitalisierung der Kernbereiche Rüsselsheims konzentriert.
Zwar sind bisher keine neuen Tourismusprojekte entstanden, doch die Diskussionen deuten auf einen Bewusstseinswandel hin. Die Verantwortlichen loten nun aus, wie der Tourismus – von Geschäftsaufenthalten bis zu Kulturreisen – die Wirtschaft der Stadt prägen könnte. Das anstehende Immobilienforum dürfte diese Pläne mit konkreten Vorschlägen vorantreiben.
Regionaler Tourismuserfolg befeuert Rüsselsheimers Ambitionen für die Revitalisierung
Neue regionale Daten zeigen, dass die Tourismusbranche in Duisburg nach der Pandemie stark zurückgekehrt ist und ein Modell für Rüsselsheimers Pläne bietet:
- Der Tourismus in Duisburg generierte 8,01 Milliarden Euro an Umsatz im Jahr 2024, mit 12,9 Millionen Übernachtungen (plus 8,4 % im Vergleich zu 2019).
- Städtereisende im Ruhrgebiet verdoppelten sich auf 24,4 % aller Besucher seit 2019, was die wachsende Attraktivität des städtischen Tourismus hervorhebt.
- Die Anzahl der Hotelbetten in der Region hat seit 2019 um 5.987 zugenommen, was die Infrastrukturwachstumspotentiale für Rüsselsheims Ziele unterstreicht.