17 March 2026, 18:31

RWE und Terralayr bündeln Batteriespeicher zu virtueller Großbatterie für mehr Marktflexibilität

Elektroauto-Ladestation in einer Außenparkplatz mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel.

RWE und Terralayr bündeln Batteriespeicher zu virtueller Großbatterie für mehr Marktflexibilität

RWE und Terralayr unterzeichnen Fünfjahres-Vereinbarung für Batteriespeicher-Portfolio

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RWE und Terralayr haben ein fünfjähriges Tolling-Abkommen für ein Batteriespeicher-Portfolio mit einer Leistung von 50 Megawatt (MW) und einer Kapazität von 100 Megawattstunden (MWh) geschlossen. Die ab 2026 gültige Partnerschaft sieht vor, dass RWE die Marktperformance mehrerer Speicherstandorte von Terralayr optimiert. Terralayr erhält im Gegenzug eine feste jährliche Vergütung, während die genauen finanziellen Details vertraulich bleiben.

Unterdessen hat Bosch in Bamberg seinen ersten hauseigenen Elektrolyseur für grünen Wasserstoff in Betrieb genommen. Die 2,5-MW-Anlage erfüllt strenge EU-Vorgaben für die Produktion von grünem Wasserstoff und markiert einen wichtigen Schritt in der Energiewende des Unternehmens.

Das Abkommen zwischen RWE und Terralayr folgt dem Modell eines "Multi-Asset-Capacity-Tolling". Dabei wird die Kapazität mehrerer kleinerer Batteriespeicher gebündelt, sodass sie gemeinsam als eine virtuelle Großbatterie agieren können. Durch die Zusammenführung dieser Anlagen über eine Flexibilitätsplattform können Betreiber kleinerer Systeme langfristige Verträge mit festen Preisen abschließen.

RWE übernimmt für fünf Jahre, beginnend 2026, die kommerzielle Optimierung des Batterieportfolios. Sämtliche beteiligten Speicheranlagen liegen im Netzgebiet des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz. Mikko Preuß, Chief Commercial Officer von Terralayr, betonte die Bedeutung stabiler Einnahmequellen für die Finanzierung von Batteriespeicherprojekten und bezeichnete die Vereinbarung als "wichtigen Meilenstein für die Branche".

Bosch setzt auf grüne Wasserstoffproduktion Der neue Elektrolyseur in Bamberg ist Boschs erster eigener Schritt in die Produktion von grünem Wasserstoff. Die 2,5-MW-Anlage entspricht den EU-Richtlinien und garantiert damit vollständig erneuerbaren Wasserstoff.

Auf dem anstehenden Battery Business & Development Forum in Frankfurt am 16. Juli werden Branchenführer über die wichtigsten Märkte für den Ausbau von Batteriespeichern diskutieren. Während Deutschland und Italien weiterhin im Fokus stehen, gewinnen auch Finnland, Frankreich und Spanien an Bedeutung. Themen der Veranstaltung sind Netzanbindungen, Genehmigungsverfahren, Finanzierung und regulatorische Entwicklungen in Europa – mit Unternehmen wie Ingrid als Treiber des Wachstums in diesen Regionen.

Die Kooperation zwischen RWE und Terralayr sichert Terralayr planbare Einnahmen und ermöglicht RWE die optimierte Nutzung der Speicherassets. Boschs Elektrolyseur stärkt unterdessen die Position des Unternehmens im Markt für grünen Wasserstoff. Beide Entwicklungen spiegeln den branchenweiten Trend zu Aggregation, kommerzieller Flexibilität und nachhaltigen Energielösungen wider.

Das Battery Business & Development Forum wird diese Trends vertiefen – mit besonderem Augenmerk auf den Ausbau von Speicherkapazitäten in aufstrebenden europäischen Märkten.

Quelle