24 February 2026, 17:20

Seltene Steller-Seeadler-Dame "Alaska" nach wochenlanger Flucht sicher geborgen

Ein weißköpfiger Adler, der über einen Gewässerflugplatz schwebt, mit zwei Vögeln, die auf dem grasbewachsenen Ufer darunter sitzen.

Seltene Steller-Seeadler-Dame "Alaska" nach wochenlanger Flucht sicher geborgen

Seltene Steller-Seeadler-Dame "Alaska" nach wochenlanger Flucht in Deutschland wiedergefunden

Ein seltener Steller-Seeadler mit dem Namen Alaska, der aus einem Falknereizentrum in Deutschland entkommen war, ist nach fast sechs Wochen in freier Wildbahn unversehrt wiederaufgefunden worden. Der Vogel, der nicht selbst auf Beutejagd gehen kann, wurde am Mittwochnachmittag wieder eingefangen.

Die in Gefangenschaft aufgewachsene Adler-Dame war aus dem Harz-Falknereizentrum in Bad Sachsa entkommen. Zunächst wurde sie in der Nähe gesichtet, doch da sie problemlos Hunderte Kilometer am Tag zurücklegen kann, bereitete ihre Überlebensfähigkeit Experten Sorgen – schließlich fehlen ihr die natürlichen Jagdinstinkte.

Die Suche endete erfolgreich, als Falkner Rochus Brotzer den Adler auf einem Minigolfplatz in Bad Sachsa entdeckte und einfangen konnte. Wie viele Steller-Seeadler derzeit außerhalb des Zentrums in Deutschland leben, ist nicht bekannt – ihre Bergung ist daher umso bedeutender.

Mit Alaskas Rückkehr ist sichergestellt, dass sie nach ihrem langen Abenteuer wieder die nötige Pflege erhält. Da sie nicht in der Lage ist, selbst zu jagen, war sie in der Wildnis stark gefährdet. Nun steht sie wieder unter fachkundiger Aufsicht. Der Fall zeigt die Herausforderungen, mit denen in Gefangenschaft gezüchtete Greifvögel in freier Natur konfrontiert sind.