Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – braucht es jetzt einen radikalen Masterplan?
Laila BienSolingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – braucht es jetzt einen radikalen Masterplan?
Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Geschäfte, ein schrumpfendes Warenangebot und ein Mangel an Gastronomie und Begegnungsstätten prägen den Niedergang. Wirtschaftliche und soziale Probleme haben sich über Jahre verschärft.
Die schleichende Abwärtsspirale hat Ursachen, die außerhalb des Einflussbereichs der Stadt liegen. Der Onlinehandel und die Anziehungskraft größerer Städte für zentrale Dienstleistungen spielen dabei eine Rolle. Lokale Entscheidungsträger haben zwar Einzelprojekte und Fachkonzepte umgesetzt, doch eine übergreifende Strategie fehlt bisher.
Walsken plädiert für einen Kurswechsel. Statt isolierter Maßnahmen fordert er einen umfassenden Masterplan, der den gesamten Rings um die Innenstadt einbezieht. Dieser soll städtische Planung, soziale, kulturelle, klimatische, verkehrstechnische und gemeinwesenorientierte Belange verbinden.
Gleichzeitig betont er die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerung zu verbessern. Die Ansiedlung solcher Bewohner könnte den Abwärtstrend umkehren. Walsken besteht auf eine breite Bürgerbeteiligung und die Einbindung externer Experten, um die Debatte zu prägen.
Seine Vorschläge umfassen konkrete Schritte: von einer engeren Verzahnung der Glasernen Werkstatt mit Gründerzentren über Studentenwohnheime und dezentrale Gesundheitsversorgung bis hin zu digitalen Beratungsangeboten. Entscheidend sei, sowohl die Innenstadt als auch ihr Umland weiterzuentwickeln.
Nun liegt ein langfristiger, ganzheitlicher Ansatz auf dem Tisch. Ziel ist eine lebendige Stadtmitte mit besseren Vernetzungen und Perspektiven. Ohne eine solche Strategie könnte Solingens Innenstadt im Wettstreit mit übergeordneten wirtschaftlichen und sozialen Kräften weiter an Boden verlieren.
