17 February 2026, 17:09

Spendenaktion für Markus W. nach Ofarims ausstehender Zahlung von 20.000 Euro

Eine alte Werbung für ein deutsches Hotel, das ein zweistöckiges Gebäude mit einem roten Dach, weiße Wände und ein große Fenster im zweiten Stock zeigt, mit fetter Schrift und einem dekorativen Rahmen.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Spendenaktion für Markus W. nach Ofarims ausstehender Zahlung von 20.000 Euro

Ein Social-Media-Influencer hat eine Spendenaktion für Markus W. gestartet, den ehemaligen Hotelmitarbeiter, der fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war. Die Initiative folgt auf Ofarims jüngsten Sieg bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, durch den er 400.000 Euro gewann – doch die ausstehenden 20.000 Euro, die er Markus W. aus dem außergerichtlichen Vergleich schuldet, hat er bis heute nicht beglichen.

Die öffentliche Unterstützung für Markus W. wächst seit dem Vorfall im Jahr 2021, als falsche Vorwürfe zunächst zu seiner Diffamierung führten, bevor Gerichte ihn Ende 2023 endgültig rehabilitierten.

Der Streit begann 2021, als Ofarim Markus W. vorwarf, ihm im Leipziger Westin-Hotel wegen einer Davidstern-Halskette den Service verweigert zu haben. Die Anklage wurde schließlich fallengelassen, und im November 2023 entschuldigte sich Ofarim vor Gericht, willigte in eine Zahlung von 20.000 Euro Schadensersatz ein – doch bis heute steht die Auszahlung aus. Ofarims Anwalt erklärte, die Summe werde beglichen, sobald flüssige Mittel verfügbar seien.

Markus W. hat sich inzwischen gegen Ofarims erneute Selbstdarstellung als Opfer nach dessen Reality-TV-Erfolg ausgesprochen. Die Spendenaktion des Influencers soll W. unterstützen, der einen Teil der Gelder an HateAid weiterleiten will, eine Organisation, die sich gegen digitale Hetze engagiert, sowie an die Leipziger Initiative Minilöwen, die Frühchen und kranke Neugeborene fördert. Ein weiterer Betrag soll für gemeinsame Zeit mit der Familie verwendet werden. Der Influencer versprach, die Übergabe der Spenden nach Abschluss der Kampagne transparent zu dokumentieren.

Der Fall zeigt, wie nachhaltig falsche Anschuldigungen wirken können – Markus W. erhält nun, nach Jahren juristischer Auseinandersetzungen, öffentliche Rückendeckung. Ofarims ausstehende Zahlung und seine jüngsten Medienauftritte haben die Kritik erneut entfacht. Gleichzeitig unterstreicht die Spendenaktion die wachsende Solidarität mit W., der sich weiterhin gegen Hass im Netz einsetzt und soziale Projekte unterstützt.