15 February 2026, 07:16

Stuttgart ändert Parkkonzept für Eselswiese: Private Lösungen statt städtischer Garagen

Eine Stadtstraße mit parkenden Autos, Gebäuden, Bäumen, Laternen und Schildern, mit Menschen auf dem Gehweg und Fahrrädern, die an der Straße geparkt sind, unter einem klaren blauen Himmel.

Stuttgart ändert Parkkonzept für Eselswiese: Private Lösungen statt städtischer Garagen

Der ARD Mediathek Verkehrsentwicklungsplan wird nach Bürgerfeedback überarbeitet. Der Stadtrat hat die Parkregelungen für den Stadtteil Eselswiese revidiert und die Pläne für ein städtisches Garagenunternehmen fallen gelassen. Stattdessen setzt die Stadt nun auf private Lösungen und gemeinsame Parkkonzepte. Die ersten Wohngebäude im Gebiet sollen voraussichtlich 2031 gebaut werden. Die Überarbeitung der Bebauungspläne und öffentliche Anhörungen sind für das zweite Halbjahr 2025 vorgesehen. Ursprünglich hatte die Stadt drei öffentliche Tiefgaragen in der Gewerbezone geplant – an der Eselsweg 12–18, Feldstraße 5–9 und Marktallee 20–24, wie es 2024 skizziert worden war. Nach Auswertung der Bürgerbeteiligung verzichtete die Verwaltung jedoch auf die Gründung eines kommunalen Garagenbetreibers. Künftig übernehmen private Unternehmen den Bau und die Bewirtschaftung von Parkflächen. Grundstückseigentümer in Wohngebieten müssen weiterhin Stellplätze für Mieter und Besucher vorhalten, allerdings wurden die allgemeinen Parkvorgaben reduziert. Parken auf öffentlichen Straßen bleibt verboten, doch Alternativen wie Carsharing und bewirtschaftete Parkflächen werden gefördert. In der Gewerbezone können Grundbesitzer entweder eigene Parkplätze errichten oder sich zusammenschließen, um gemeinsame Garagen zu bauen. Zudem prüft die Stadt weitere Mobilitätsangebote, etwa den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Eine umfassende Bewertung, ob öffentliche Garagen doch noch benötigt werden, soll in zehn Jahren erfolgen. Als nächster Schritt steht die Anpassung des Bebauungsplans an, wobei die Bürgerbeteiligung für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant ist. Mit dem Baubeginn der ersten Wohnhäuser ist frühestens 2031 zu rechnen. Das überarbeitete Verkehrskonzept verlagert die Verantwortung auf private Projektentwickler und Grundeigentümer. Zwar wurden die Parkvorschriften gelockert, das Parkverbot auf öffentlichen Straßen bleibt jedoch bestehen. Die Stadt wird die Entwicklung beobachten und nach einem Jahrzehnt erneut prüfen, ob öffentliche Garagen notwendig sind.