22 March 2026, 04:25

Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2024

Schwarzes und weißes Foto eines belebten Berliner Marktes mit Menschen, Gemüsewagen und Gebäuden im Hintergrund.

Beeinflussen hohe Treibstoffpreise den Besuch von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2024

Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – mit neuen Ausstellungen, verbesserten Einrichtungen und einem erweiterten Veranstaltungskalender. Doch steigende Spritpreise wecken Sorgen um die Besucherzahlen, besonders an Standorten wie Hohenfelden, die ohne Auto nur schwer zu erreichen sind.

Um entgegenzuwirken, startet das Henneberg-Museum im Kloster Veßra ab Ostern einen Wochenend-Busshuttle ab Erfurt. Damit soll das Museum leichter zugänglich werden – passend zur Neueröffnung der umgestalteten Stallungen und einem musikalisch geprägten Jahresprogramm.

Den Auftakt macht das Freilichtmuseum Hohenfelden, Thüringens größtes seiner Art. Ab dem 28. März sind die Hauptflächen wieder geöffnet, das neue Besucherzentrum soll bis Ende Mai folgen. Die abgelegene Lage des Museums stellt seit jeher eine Hürde für Gäste ohne eigenes Auto dar.

In der Nähe öffnen die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt ab 1. April ihre Tore. Zu den Neuerungen zählen ein restauriertes Eingangstor und eine leistungsstarke Kaffeemaschine. Geplant sind unter anderem das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kinoabende, Sommertheater und die Rudolstädter Sommerkonzerte.

Die Funkenburg in Westgreußen startet wie gewohnt zu Ostern in die Saison – trotz jüngster finanzieller Engpässe. Ein Oster-Eiersuchen und ein Café leiten eine Saison ein, die unter anderem ein Nachstellung der Völkerwanderungszeit und das Funkenburg-Festival bietet. Beliebte Rückkehrer sind der Handwerkertag, das Museumsfest, der Schäfertage sowie ein erweiterter Thüringer Käsemarkt.

Im Kloster Veßra hat das Henneberg-Museum seine Stallungen für neue Ausstellungen frisch gestaltet. Musik steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Der Wochenend-Shuttle aus Erfurt soll zudem die Besucherzahlen steigern, indem er die Anreise für Gäste ohne Auto erleichtert.

Doch die steigenden Spritpreise, angetrieben durch die CO₂-Steuer und geopolitische Spannungen, bereiten den Museumsträgern Kopfzerbrechen. Zwar gibt es keine Belege dafür, dass höhere Kosten in anderen deutschen Regionen zu rückläufigen Besucherzahlen führen – die Sorge bleibt dennoch, besonders für Standorte wie Hohenfelden, wo das Auto oft die einzige Option ist.

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Die Museen haben in Aufwertungen und bessere Verkehrsanbindungen investiert, um Gäste anzulocken. Neue Ausstellungen, Festivals und verbesserte Angebote stehen bereit. Doch angesichts der Kraftstoffpreise könnte die Besuchernachfrage an autobasierten Standorten unter Druck geraten. Der Wochenend-Shuttle nach Kloster Veßra ist ein erster Schritt, um dieser Herausforderung zu begegnen.

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