21 March 2026, 10:26

Überladener Lkw verliert Räder auf A45 – Fahrer mit gefälschtem Ausweis festgestellt

Schwarzes und weißes Foto eines Schwerlastanhängers mit einer Tragfähigkeit von 14 Tonnen, mit Textdetails am unteren Rand.

Überladener Lkw verliert Räder auf A45 – Fahrer mit gefälschtem Ausweis festgestellt

Lkw mit Anhänger auf A45 bei Langenselbold nach Radverlust zum Notstopp gezwungen

Ein Lkw mit Anhänger musste auf der Autobahn A45 bei Langenselbold eine Notbremsung einleiten, nachdem sich während der Fahrt zwei Räder gelöst hatten. Der Vorfall, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, hat nun schwerwiegende juristische Konsequenzen für sowohl den Fahrer als auch das Transportunternehmen zur Folge.

Die Ermittlungen deckten eine extreme Überladung des Fahrzeugs auf, was erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der Einhaltung der Straßenverkehrsvorschriften weckt.

Der Anhänger war mit 3.630 Kilogramm statt der zulässigen 2.700 Kilogramm ganze 34 Prozent über dem gesetzlichen Gewichtlimit. Auch das Zugfahrzeug selbst überschritt sein Höchstgewicht um mehr als 50 Prozent: Statt der erlaubten 7.500 Kilogramm wog es 11.270 Kilogramm. Die Behörden bestätigten, dass diese massive Überladung zum Ablösen der Räder während der Fahrt führte.

Nach dem Notstopp wurde der Anhänger vor Ort entladen. Später traf ein zweiter Lkw desselben Unternehmens ein, um die Gerüstteile zu übernehmen und die Fahrt fortzusetzen.

Dem 32-jährigen Fahrer drohen nun mehrere Strafverfahren. Die Polizei stellte fest, dass er einen gefälschten kroatischen Personalausweis bei sich trug, was auf einen möglichen illegalen Aufenthalt in Deutschland hindeutet. Zudem wird gegen ihn wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung ermittelt.

Auch das Transportunternehmen muss sich wegen Überschreitung der zulässigen Gewichtsgrenzen vor Gericht verantworten. Deutsche Behörden ahnden solche Verstöße in der Regel mit harten Strafen, darunter hohe Geldbußen, die Stilllegung von Fahrzeugen sowie – nach den ab 2026 geltenden verschärften Regelungen – eine Haftung der Unternehmensinhaber.

Die aktuellen Vorschriften sehen bereits technische Nachrüstungen vor, etwa intelligente Tachografen für grenzüberschreitende Fahrzeuge ab dem 1. Juli. Bei einer Überladung von mehr als 20 Prozent bei Lkw über 7,5 Tonnen können die Bußgelder mehrere tausend Euro betragen, hinzu kommen Punkte in Flensburg für Wiederholungstäter.

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Der Vorfall unterstreicht die Gefahren durch überladene Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr. Gegen den Fahrer und das Unternehmen laufen nun rechtliche Schritte, die zu Geldstrafen, Fahrzeugbeschlagnahmungen und strengeren Kontrollen führen können.

Obwohl diesmal niemand zu Schaden kam, betonen die Behörden, dass solche Verstöße leicht zu weitaus schwerwiegenderen Folgen führen könnten.

Quelle