Uli Hoeneß fordert mehr Akzeptanz für Homosexualität im Männerfußball
Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat sich für mehr Offenheit gegenüber Homosexualität im Männer-Profifußball ausgesprochen. Er kritisierte, dass schwule Spieler und Trainer im Fußball trotz Fortschritten in anderen Bereichen des Sports noch immer wie Außenseiter behandelt würden.
Hoeneß äußerte sich nach dem Coming-out von Christian Dobrick, einem U19-Trainer beim FC St. Pauli. Während im Frauenfußball sexuelle Orientierung längst kein Thema mehr ist, gilt sie im Männerfußball nach wie vor als Tabu.
Der 72-Jährige fragte, warum das Thema überhaupt noch kontrovers diskutiert werde. Er betonte, der FC Bayern würde einen Trainer, der sich outet, uneingeschränkt unterstützen – selbst gegen Kritik von außen.
Aktuell hat sich in den ersten drei deutschen Ligen kein aktiver Profispieler öffentlich als schwul geoutet. Hoeneß hält die Zurückhaltung, Homosexualität im Fußball zu thematisieren, für überholt und unnötig.
Seine Äußerungen unterstreichen die anhaltende Kluft zwischen den Einstellungen im Männer- und Frauenfußball. Zwar signalisiert seine Zusage, dass der FC Bayern einen offen schwulen Trainer unterstützen würde, einen Wandel. Doch die Abwesenheit geouteter Spieler in den deutschen Spitzenligen zeigt, wie viel im Fußball noch zu tun bleibt.






