Ulmer Narren stürmen das Rathaus – und übernehmen die Macht bis Faschingsdienstag
Raphaela HermighausenUlmer Narren stürmen das Rathaus – und übernehmen die Macht bis Faschingsdienstag
Ulms jährliche Fasnetsfeiern nahmen diese Woche eine verspielte Wendung, als die Stadt Narren das Rathaus stürmten. In einer langjährigen Tradition übernahmen die Ulmer Narren für kurze Zeit symbolisch die Macht und läuteten mit ihrem üblichen Schabernack und Humor die Karnevalszeit ein.
Der Überfall auf das Rathaus begann mit einem scherzhaften Angriff, bei dem die Stadtverantwortlichen nur symbolischen Widerstand leisteten. Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Neu-Ulms Bürgermeisterin Katrin Albsteiger machten mit und verkleideten sich als Super Mario und Prinzessin Peach. Ihre Kostüme unterstrichen die karnevalistische Stimmung, während sie an Limbo-Wettbewerben teilnahmen, menschliche Pyramiden bauten und sich einer Flut frecher Fragen der Narren stellten.
Am Ende des Tages gaben die Amtsträger das Gebäude spielerisch auf. Die Narren werden das Rathaus nun bis zum Faschingsdienstag besetzen – eine Tradition, die die lokale Politik für die Dauer des Festes auf den Kopf stellt.
Die Besetzung des Rathauses durch die Narren bleibt ein Höhepunkt der Ulmer Fasnet. Da das Gebäude bis Dienstag in ihrer Hand ist, können die Bürger weitere karnevalistische Späße erwarten. Die Veranstaltung bewies einmal mehr: Selbst Bürgermeister sind vor dem spielerischen Chaos der fünften Jahreszeit nicht sicher.