30 April 2026, 08:31

Wiesbaden zeigt Licht und Schatten bei LGBTQ+-Sicherheit in neuer Umfrage

Eine Frau in einem weißen Hemd steht entschlossen mit einem Schild, auf dem "LGBTQ+ Lives Matter" steht, vor einer Wand.

Wiesbaden zeigt Licht und Schatten bei LGBTQ+-Sicherheit in neuer Umfrage

Wiesbaden veröffentlicht Ergebnisse der ersten Umfrage zur Sicherheit von LGBTQ+-Personen in der Stadt

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Über 200 Personen haben ihre Erfahrungen geteilt – die Ergebnisse zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Sorgen. Die Umfrage offenbart ein gemischtes Bild: Während sich viele tagsüber in öffentlichen Räumen sicher fühlen, wächst die Unsicherheit nach Einbruch der Dunkelheit.

Im Fokus der Erhebung standen homophobe und transphobe Vorfälle, darunter verbale Beleidigungen, Drohungen und körperliche Angriffe. Viele Befragte berichteten zudem von sexueller Belästigung, doch nur wenige dieser Fälle wurden offiziell gemeldet. Unklarheiten über das Meldeverfahren hielten Betroffene oft davon ab, Hilfe zu suchen.

Besonders unsicher fühlten sich die Teilnehmenden in bestimmten Bereichen der Innenstadt, im Westend-Viertel, auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs sowie an Bushaltestellen. Trotz dieser Bedenken lobten viele bestehende städtische Initiativen wie das Hissen der Regenbogenflagge und die Förderung von LGBTQ+-Veranstaltungen.

Bürgermeisterin Christiane Hinninger nahm die Umfrageergebnisse zur Kenntnis und kündigte gezielte Maßnahmen an, um die Sicherheit zu verbessern. Auch das Polizeipräsidium Westhessen versprach, stärker gegen LGBTQ+-feindliche Straftaten vorzugehen. Der Aufbau von Vertrauen in die Community soll Teil der weiteren Strategie sein.

Auf Basis der Umfrage will Wiesbaden sein Engagement für die LGBTQ+-Community ausbauen. Geplante Initiativen zielen darauf ab, Sicherheitslücken zu schließen – insbesondere in Risikogebieten und während der Abendstunden.

Die Erhebung markiert einen ersten Schritt, um die Sicherheit von LGBTQ+-Personen in Wiesbaden besser zu verstehen. Nun sollen konkrete Maßnahmen entwickelt werden, um Vorfälle zu reduzieren und die Meldebereitschaft zu erhöhen. Dazu gehören sowohl polizeiliche Schritte als auch die fortgesetzte Unterstützung von Community-Veranstaltungen.

Quelle