Wiesbadens Wahlen zeigen: Mehr ausländische Wähler und weniger Wahlberechtigte als 2021
Raphaela HermighausenWiesbadens Wahlen zeigen: Mehr ausländische Wähler und weniger Wahlberechtigte als 2021
Am 15. März sind die Wiesbadener Bürger aufgerufen, ihre Vertreter für den Stadtrat, die Ortsbeiräte und den Ausländerbeirat zu wählen. Aktuelle Zahlen zeigen Verschiebungen in der Wählerstruktur, darunter ein deutlicher Anstieg der Wahlberechtigten für den Ausländerbeirat sowie leichte Veränderungen der Gesamtzahl der Wahlberechtigten seit 2021.
Insgesamt dürfen 209.014 Einwohner mit deutscher oder EU-Staatsbürgerschaft an den Wahlen zum Stadtrat und zu den Ortsbeiräten teilnehmen – ein Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zu 2021. Das Durchschnittsalter dieser Wähler liegt bei 51 Jahren, wobei die Altersgruppe der 44- bis 59-Jährigen besonders stark vertreten ist.
Für den Ausländerbeirat sind 64.410 Nicht-Deutsche wahlberechtigt – ein Anstieg um 17,3 Prozent seit der letzten Wahl. Ihr Durchschnittsalter beträgt 44,8 Jahre und liegt damit etwas unter dem der Stadtratswähler. Frauen stellen 49,4 Prozent der Wahlberechtigten in dieser Gruppe und 46,2 Prozent der Kandidaten.
Demgegenüber sind 52 Prozent der Wahlberechtigten für Stadtrat und Ortsbeiräte Frauen, doch ihr Anteil unter den Kandidaten sinkt auf unter 40 Prozent. Die jüngsten Wahlberechtigten leben vor allem in Westend und im Zentrum Wiesbadens, wo das Durchschnittsalter bei 43,1 bzw. 44,6 Jahren liegt.
Stadtweit zeigt sich ein stabiler Anteil von Ausländern an der Bevölkerung von etwa 25 bis 30 Prozent, während die Gesamtwählerschaft leicht altert. Detaillierte Daten auf Bezirksebene zur Wahlberechtigung für den Ausländerbeirat bleiben jedoch begrenzt.
Die anstehenden Wahlen spiegeln eine wachsende Wählerschaft unter den ausländischen Einwohnern und subtile demografische Verschiebungen in Wiesbaden wider. Angesichts einer erwarteten höheren Beteiligung nichtdeutscher Wähler und eines kontinuierlichen Rückgangs der Gesamtzahl der Wahlberechtigten könnten die Ergebnisse eine sich wandelnde Repräsentation in der lokalen Politik aufzeigen. Offizielle Statistiken bieten bisher keine detaillierten Vergleiche zwischen den Stadtteilen für den Ausländerbeirat.