14 June 2026, 12:21

Wim Wenders zieht Falsche Bewegung zurück – und entfacht eine Debatte über Filmgeschichte

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Wim Wenders zieht Falsche Bewegung zurück – und entfacht eine Debatte über Filmgeschichte

Eine aktuelle Debatte um Wim Wenders’ Film Falsche Bewegung aus dem Jahr 1975 ist neu entfacht worden, im Mittelpunkt steht eine umstrittene Szene mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski. Die Diskussion wirft die Frage auf, wie mit solchem Material in älteren Filmen umgegangen werden soll, und hat unterschiedliche Meinungen dazu hervorgebracht. Viele sehen sich gezwungen, das problematische Erbe des Films und die weiteren Konsequenzen für die Branche zu hinterfragen.

Nastassja Kinski hatte sich bereits lange dafür eingesetzt, die halbnackte Szene aus dem Film zu entfernen. Erst als Wenders ihre Bitte öffentlich ablehnte, gewann ihre Kampagne an Fahrt. Diese Weigerung lenkte die Aufmerksamkeit auf ihr Anliegen und löste eine Neubewertung aus, wie über solche Themen gesprochen wird.

Der Streit führte schließlich dazu, dass Wenders sich bei Kinski entschuldigte und den Film vorläufig aus dem Verkehr zog. Damit wurde die Debatte vorerst beigelegt, doch sie zeigte zugleich, wie komplex der Umgang mit historischem Material in heutigen Kontexten ist.

Auch andere Schauspielerinnen berichteten von ihren Erfahrungen mit frühen Rollen. Brooke Shields äußerte ihr Unbehagen, ihre Mitwirkung in Pretty Baby rechtfertigen zu müssen, in dem sie eine 11-jährige Kinderprostituierte spielte. Jodie Foster hingegen sprach stets mit Humor und Gelassenheit über ihre Rolle in Taxi Driver, die sie mit 12 Jahren übernahm. Natalie Portman, Dakota Fanning und Kirsten Dunst meldeten sich ebenfalls zu Wort und betonten die Notwendigkeit professioneller Standards und Respekt am Set.

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Die Meinungen darüber, wie mit solchen Filmen umgegangen werden soll, gehen auseinander. Manche plädieren dafür, problematische Szenen zu kürzen, ohne das Werk in seiner Gesamtheit zu beschädigen. Andere bestehen auf der Bewahrung der Originalfassung. Viele sehen das Anbringen von Hinweisen oder Kontextualisierungen als vorübergehende Lösung, während das eigentliche Ziel in einer breiteren Sensibilisierung liegt.

Die Debatte macht deutlich, wie schwierig es ist, vergangene Werke mit heutigen Maßstäben in Einklang zu bringen. Wenders’ Entscheidung, den Film vorübergehend zurückzuziehen, beantwortet zwar aktuelle Bedenken – doch die Diskussion darüber, wie mit solchem Material künftig umgegangen werden soll, geht weiter.

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